Bayer Aktie: +45% Gewinn für Anleger, die zwischen den Zeilen lesen

Der Volksmund sagt: „Des einen Freud‘ ist des anderen Leid.“

Kaum ein Satz passt besser auf das, was sich im Bereich Währung zwischen Euro und US-Dollar seit dem Sommer des vergangenen Jahres zugetragen hat:

Der US-Dollar hat von Ende Juni 2014 bis März 2015 gegenüber dem Euro in der Spitze um beinahe +31% aufgewertet. Andersherum hat der Euro gegenüber dem US-Dollar seit dem Sommer des vergangenen Jahres knapp -24% abgewertet.

Für im Export nach Europa tätige US-Unternehmen bedeutet das: Ihre ausgeführten Produkte haben sich massiv verteuert. Das ist gleichbedeutend mit geringerer Wettbewerbsfähigkeit und geringeren Umsatzerlösen.

Die im Export agierenden europäischen Konzerne wurden durch die Euro-Abwertung beflügelt: Ihre Exportprodukte können im Ausland ohne finanzielle Einbußen preiswerter angeboten werden. Obendrein verspricht die Abwertung zusätzliche Währungsgewinne.

Falsch prognostiziert, liebe Bayer-Währungsanalysten

Als ich im Juli 2014 hier in Chartanalyse-Trends die Bayer AG für Sie analysierte, hatte das Management aufgrund des starken Euro soeben seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr reduziert: Statt zuvor 41 bis 42 Mrd. USD erwartete der Pharmakonzern seinerzeit nur noch 41 Mrd. Euro.

Meine Analyse dazu lautete im Juli 2014:

„Ich sehe die Entwicklung des Euro eigentlich nicht so pessimistisch wie die Herrschaften, die für den Chemie- und Pharmakonzern die Prognosen erstellen. Allerdings kann ich die pessimistische Voraussage durchaus nachvollziehen. Schließlich erfordert solch eine Prognose eine gewisse Vorlaufzeit. Und möglicherweise ist es auch verpönt, dafür ein Werkzeug wie die Charttechnik heranzuziehen.

Wenn wir nämlich auf die Charttechnik von Euro und US-Dollar schauen, dann sehen wir in den zurückliegenden Wochen eine grundlegende Veränderung – zugunsten von Bayer.

Wird dieser (Anmerkung: damals seit 2 Jahren gültige) Aufwärtstrend gebrochen – und darauf deutet Vieles hin – dann wird der Euro auf absehbare Zeit schwächer tendieren. Für in USD-Aktien investierende Euro-Anleger winken dann – wie schon zwischen 2011 und 2012 – zusätzliche Währungsgewinne in den kommenden Monaten.“

Der gleiche Effekt, zusätzliche Währungsgewinne, trifft natürlich auch auf Bayer zu. So wie ein starker Euro Umsatz und Ergebnis belastet, entlastet ein sich abschwächender Euro das Zahlenwerk.“

Meine Euro / USD-Prognose traf ins Schwarze

Nun, ich hatte es eingangs bereits beschrieben: Die von mir gemachte Euro / USD-Prognose trat hundertprozentig ein.

Mein Fazit am 30. Juli 2014 lautete übrigens wie folgt:

„Falls Sie also ein Bayer-Investment erwägen: Zumindest die Entwicklung des Euros sollte nicht zu der erwarteten ‚Spaßbremse‘ werden. Hier dürfte sich die Bayer-Prognose mit einer guten Portion Wahrscheinlichkeit als zu pessimistisch erweisen.“

Bayer erzielte im vergangenen Geschäftsjahr dann doch noch einen Umsatz von – man höre und staune – 42,24 Mrd. Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte von 5,61 Euro im Jahr 2013 auf 6,02 Euro.

+45% Kursgewinn in 9 Monaten

Der nachfolgende Chart macht deutlich, dass Ihnen auch ein kostenloser eMail-Newsletter durchaus geldwerte Vorteile bescheren kann. Auch wenn ein Newsletter keine konkreten Empfehlungen aussprechen darf – wer zwischen den Zeilen liest, ist klar im Vorteil!

bayer aktie-22-04-2015

Bayer Aktie: +45% Gewinn für Anleger, die zwischen den Zeilen lesen

Ach ja: Und Bayer sollte vielleicht überlegen, künftig auch Charttechniker zu beschäftigen …

22. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.

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