BayWa sieht sich nach gutem Auftaktquartal voll im Plan

Am heutigen Donnerstag hat der Mischkonzern BayWa seine Zahlen für das 1. Quartal des laufenden Jahres vorgestellt. Bevor ich gleich im Detail auf die Zahlen eingehe, stelle ich Ihnen kurz das Unternehmen vor und gebe Ihnen einen Überblick über die zukünftigen Wachstumstreiber von BayWa.

Die Ursprünge des heutigen Mischkonzerns BayWa reichen zurück bis ins Jahr 1923. Bis Juli 1972 hieß das Unternehmen Bayerische Warenvermittlung landwirtschaftlicher Genossenschaften AG.

Der heutige Konzern hat 4 Geschäftsbereiche: Agrar, Energie, Bau und sonstige Aktivitäten. Der Fokus liegt dabei auf der Agrar-Sparte. Kommen wir jetzt zu den zukünftigen Wachstumstreibern des Unternehmens.

Neue Wachstumstreiber für die BayWa AG

Die Digitalisierung in der Landwirtschaft ist in vollem Gang. Softwareprogramme übernehmen immer mehr Funktionen auf dem Acker, im Stall und im Büro des Landwirts. Wo steht Smart Farming heute, welche Perspektive bietet es und, vor allem: Wie bewährt sich Smart Farming im praktischen Einsatz?

Um diese Fragen ging es bei der ersten Jahrestagung der SmartFacts Akademie der BayWa-Tochter SmartFacts, die vor einiger Zeit stattfand. Auf dieser Tagung ging es darum, wie die Landwirtschaft von morgen funktioniert.

„Angesichts der schon fast revolutionären Herausforderungen von ‘Industrie 4.0’ auch für den Agrarsektor, stellt sich die BayWa mit diesem Erwerb auf eine digitale Zukunft ein”, sagte BayWa-Chef Klaus Josef Lutz bereits vor längerer Zeit im Rahmen der Übernahme der PC-Agrar GmbH, eines Anbieters für Softwarelösungen und integrierte Dienstleistungen für prozessgesteuerte Betriebsführung in der Landwirtschaft (dem sogenannten Smart Farming).

Farmmanagement-Lösungen entwickeln sich mit zunehmender Geschwindigkeit und die BayWa AG als Handelshaus müsse der Herausforderung auch im Bereich Agrar begegnen, Beratung und Verkauf aus einer Hand anzubieten.

„Wir wollen uns im digitalen Zeitalter nicht nur wie bisher als unabhängiger Partner der Landwirtschaft zwischen Hersteller und Kunde positionieren, sondern streben auch eine führende Rolle in diesem Bereich an”, so Lutz weiter.

Damit setzt BayWa aus meiner Sicht genau auf das richtige Pferd. Denn diese Entwicklung ist der wichtigste und größte Wachstumstreiber in dem Markt, in dem BayWa unterwegs ist. Somit steht einem zukünftigen, weiteren Wachstum des Unternehmens nach meiner Einschätzung nichts im Wege.

Das aktuelle Zahlenwerk im Überblick

BayWa ist nach eigener Aussage ausgesprochen gut in das Geschäftsjahr 2017 gestartet: Das Unternehmen erzielte bis zum 31. März 2017 einen operativen Gewinn (EBIT) in Höhe von 8,0 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,4 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum lag das operative Ergebnis bei -12,4 Mio. Euro).

Auch beim Umsatz legte die BayWa deutlich zu und kam auf rund 3,8 Mrd. Euro nach 3,5 Mrd. Euro im Vorjahr. Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der BayWa AG, kommentierte die jüngsten Entwicklungen wie folgt: „Der Start in 2017 ist geglückt.“

Damit sieht er die BayWa AG auf dem richtigen Weg, die für 2017 erwartete deutliche Ergebnissteigerung zu erreichen. Und das wiederum sollte auch der BayWa-Aktie Auftrieb geben. Zudem ist BayWa seit Jahren ein verlässlicher Dividendenzahler.

11. Mai 2017

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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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