BB Biotech: Die Biotech-Branche und Donald Trump

Gestern habe ich für meine Leser eine sehr spannende Analysten-Konferenz besucht, auf der sich kleine und mittelgroße Konzerne, die in Deutschland an der Börse notiert sind, präsentiert haben.

Eine dieser Firmen – die USU Software AG – habe ich Ihnen gestern an dieser Stelle ausführlich vorgestellt.

BB Biotech im Fokus

Ein weiteres Unternehmen, das sich im Rahmen der Konferenz präsentiert hat, ist die Schweizer Biotech-Beteiligungs-Gesellschaft BB Biotech.

Diese hat zwar ihren Sitz in der Schweiz, ist aber auch in Deutschland an der Börse gelistet.

Besonders gespannt war ich darauf, wie sich das Management von BB Biotech zum neuen US-Präsidenten Donald Trump bzw. zu seiner politischen Marschrichtung äußern würde.

Ich war sehr erfreut, dass dieser Punkt dann auch ausführlich analysiert wurde. Die wichtigsten Aussagen fasse ich im Folgenden für jetzt zusammen:

US-Wahlen und -Gesundheits-System

Im Rahmen der Unternehmens-Präsentation von BB Biotech wurden zunächst die beiden Kernaussagen von Trump zum aktuellen Stand des US-Gesundheits-Systems zusammengefasst:

Aussage Nr. 1 von Trump ist, dass „Obamacare“ (die Gesundheits-Reform seines Vorgängers) ein „Desaster“ sei und geändert werden müsse.

Aussage Nr. 2: Der Versicherungsmarkt funktioniere in dieser Branche in den USA nicht.

In Bezug auf die Medikamenten-Hersteller sieht es wie folgt aus:

Trump hat geäußert, dass die Preise für Medikamente zu hoch seien und dass die USA Innovationen im medizinischen Sektor allein finanzieren würden. Zudem sagte er, andere Länder sollten ihren Teil dazu beitragen.

Daneben ist Trump der Ansicht, dass Konkurrenz den Preisdruck fördert. Hier denkt er beispielsweise an Parallel-Importe, Generika und an die Beschleunigung von FDA-Verfahren (Zulassungs-Verfahren für neue Medikamente).

Als positives Beispiel führte Trump die sogenannten Orphan Drugs an. Dabei handelt es sich um Medikamente für seltene Erkrankungen.

Darüber hinaus fordert Trump Steuer-Senkungen für die Industrie und die Herstellung in den USA (auch im Pharma- und Biotech-Sektor).

Nach Ansicht von BB Biotech werden die neuen Berater des Präsidenten bei diesem hochkomplexen Thema eine wichtige Rolle einnehmen.

Genau voraussagen, welchen Einfluss Trump und seine Politik für Firmen aus dem Gesundheits-Sektor und speziell für Biotech-Unternehmen haben werden, kann derzeit jedoch niemand.

Das liegt allein schon daran, dass niemand weiß, was Trump in dieser Beziehung tatsächlich unternehmen wird und was nicht.

Sicher ist aber: Werden die Unternehmens-Steuern in den USA deutlich gesenkt, würden davon auch die Pharma- und Biotech-Werte profitieren.

BB Biotech unabhängig von Trump gut aufgestellt

BB Biotech ist aus meiner Sicht unabhängig von Trump gut aufgestellt.

Denn der Konzern setzt auf eine gute Mischung aus profitablen mittelgroßen Biotech-Unternehmen, die in unterschiedlichen Bereichen und Märkten tätig sind.

Das sogt für eine gute Risiko-Streuung im Beteiligungs-Portfolio von BB Biotech.

Dioe Schweizer fokussieren sich dabei auf 5 – 8 Kernbeteiligungen und mischen aus Gründen der Diversifikation noch einige kleinere Positionen bei.

Von all seinen Beteiligungen erwartet BB Biotech ein jährliches Wachstum von 15% (daher sind die wachstumsschwachen Branchen-Riesen auch nicht im Portfolio enthalten).

15. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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