Bechtle: Führendes Systemhaus bügelt Kursdelle wieder aus

Ein wahrer Dauerbrenner war die Aktie des deutschen TEC-DAX-Riesen Bechtle.

Bis zum Herbst 2016 legte die Aktie in weniger als 5 Jahren immerhin einen Kurssprung von 300% auf das Parkett. Doch dann folgte ein scharfer Einbruch von über 15%.

Sorgen um die zukünftigen Perspektiven des Konzerns und die mittlerweile sportliche Bewertung haben die Investoren offenbar zu Verkäufen bewogen.

Doch mittlerweile ist die Kursdelle bereits wieder ausgebügelt und die Papiere nehmen Ihr Allzeithoch wieder in Angriff.

Was die Gründe dafür sind und wie es um die langfristigen Geschäfts-Möglichkeiten des Konzerns steht, erfahren Sie jetzt.

Bechtle im Porträt

Bechtle ist das zweitgrößte unabhängige IT-Systemhaus in Deutschland. Dabei umfasst das operative Geschäft von Bechtle 2 Segmente:

  1. Zum einen ist das das IT-Systemhaus. Hierbei unterstützt Bechtle die Kunden bei der Planung, dem Aufbau und Betrieb ihrer IT-Infrastruktur durch sein weites und flächendeckendes Netz von ca. 60 Systemhäusern in Deutschland, der Schweiz und Österreich.
  2. Der 2. Geschäftsbereich ist IT-E-Commerce: Dort vertreibt Bechtle ca. 44.000 IT-Produkte in diversen europäischen Ländern über die eigenen zwei Online-Marken Bechtle direkt und ARP Datacon.

Starke Marktposition, nicht zuletzt durch Übernahmen

Bechtle besitzt ein flächendeckendes Netz von mehr als 60 Systemhäusern in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Dadurch ist das Unternehmen stets in räumlicher Nähe zu seinen mehr als 55.000 Kunden.

Dabei verfügt der IT-Gigant über eine extrem breite Produktpalette und ein breites Netz an Beziehungen zu mehr als 300 Herstellern.

Mit seiner starken Online-E-Commerce-Plattform kann Bechtle Preisgarantien geben und innerhalb von 24 Std. ausliefern – damit werden die Prozesskosten der Kunden um mehr als 50% reduziert.

Auf Grund der starken Marktposition drängt Bechtle die kleineren Wettbewerber aus dem Markt.

Zugleich setzt der Konzern seit Jahren auf ausgewählte Übernahmen und integriert die Firmen erfolgreich in die eigenen Strukturen.

Durch die Akquisition kleinerer Wettbewerber und anschließende Hebung von Synergien durch die Zentralisierung von Verwaltung, Logistik und Lagerhaltung kann Bechtle die Profitabilität und den Kapital-Umschlag erhöhen.

Bechtle fährt Rekordmargen ein

Die Marktposition spiegelt sich auch in der Ergebnis-Entwicklung wider:

Seit 2002 kletterten die Erlöse von 752 Mio. auf 2,83 Mrd. €. Im Gegenzug verbesserten sich die Gewinne von 12 Mio. auf immerhin 93 Mio. €.

Damit erreicht Bechtle mit einer Gewinnspanne von 3,28% das höchste Niveau seit 2002. Auch sonst ist der IT-Riese solide aufgestellt.

Das größte Aktienpaket (35%) wird weiterhin von Karin Schick (Gründerfamilie) gehalten und die Eigenkapitalquote beträgt grundsolide 55%.

Firmenchef blickt optimistisch in die Zukunft

Nach neun Monaten konnte Bechtle ein Umsatzplus von 8,2% auf 2,16 Mrd. € erzielen.

Das Geschäftsfeld IT-Systemhaus wuchs dabei auf 1,45 Mrd. € (+9,5%), im zweiten Segment E-Commerce konnten die Erlöse auf knapp 711 Mio. € (+5,6%) gesteigert werden.

Beim Vorsteuer-Ergebnis konnte die Neckarsulmer sogar um 14,6% auf 94,4 Mio. € zulegen.

Nach den glänzenden Ergebnissen erwartet Vorstands-Chef Thomas Olemotz im Gesamtjahr ein deutliches Wachstum bei Umsatz und Ergebnis.

Die Analysten rechnen im Schnitt mit einem Ergebnis von 4,93 € je Aktie für 2016 und 5,50 € für das kommende Jahr.

Damit wird Bechtle im Moment mit dem gut 17-Fachen des erwarteten Gewinns an der Börse bewertet.

4. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.

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