Bei Alno gehen die Lichter aus

Warum bei dem traditionsreichen Mittelständler Alno für immer die Lichter ausgehen werden und was Sie aus der Alno-Pleite lernen können: (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

In den vergangenen Monaten habe ich einige Male über den traditionsreichen deutschen Küchen-Spezialisten Alno geschrieben.

Mit Alno geht es zuende

Leider ist die Geschichte von Alno eine mit traurigem Ende.

Denn nachdem das Unternehmen vor einigen Monaten einen Insolvenz-Antrag gestellt hat, zunächst aber Hoffnung auf Fortführung des Geschäfts bestand, ist jetzt klar, dass bei Alno für immer die Lichter ausgehen.

Gleich werde ich auf die jüngsten Entwicklungen bei Alno eingehen.

Zunächst möchte ich Ihnen aber einen kurzen Überblick über die vergangenen Ereignisse bei dem mittelständischen Küchen-Spezialisten geben:

Seit dem Börsengang 1995 ging es bergab

Der 1927 gegründete Konzern war einst einer der größten Küchen-Hersteller der Welt und beschäftigte in Spitzenzeiten 2.100 Mitarbeiter.

Doch nach dem Börsengang 1995 und dem Tod des Gründers Albert Nothdurft ging es mit dem in Pfullendorf ansässigen Betrieb kontinuierlich bergab.

Ursächlich dafür sind Management-Fehler und teilweise auch Chefs, die sich selbst bereichert haben sollen.

In den vergangenen Jahren hat die Firma immer wieder Verluste eingefahren. Es gab diverse Versuche Alno zu restrukturieren, die aber letztlich alle scheiterten.

Erst vor 1 Jahr stieg die bosnische Unternehmer-Familie Hastor, die mit ihrem Engagement bei Grammer und mit einem Machtkampf mit VW für Schlagzeilen sorgte, bei Alno ein.

Doch da war es offenbar schon zu spät. Ich habe an dieser Stelle regelmäßig und frühzeitig vor einer Investition in Alno gewarnt.

Heute ist klar, dass die Aktionäre, die Alno-Aktien gekauft haben, ihren Einsatz verloren haben. Die Mitarbeiter des Küchen-Herstellers verlieren leider zu einem Großteil ihren Job.

Die Billigküchen-Tochter Pino aus Coswig (Sachsen-Anhalt) war Anfang Oktober an eine Investoren-Gruppe um den Marktführer Nobilia aus Ostwestfalen verkauft worden.

Damit wurden die Jobs von 230 Mitarbeitern gesichert. Für die anderen Mitarbeiter der Unternehmens-Gruppe sieht es leider schlecht aus.

Zuletzt waren bereits 400 Mitarbeiter freigestellt worden, da sie nicht mehr bezahlt werden konnten.

Was Sie aus dieser Geschichte lernen können

Wenn Sie in Firmen investieren, die sich in größerer Schieflage befinden, winken im Erfolgsfall größere Gewinne.

Aber: Eine solche Investition – sofern man es überhaupt als Investition und nicht vielmehr als Spekulation bezeichnen sollte – birgt dafür auch extrem große Risiken!

Machen Sie es besser so wie ich in meinem Börsendienst „Mittelstands-Depot“ und investieren Sie in solide Mittelständler!

Dann können Sie zwar nicht mit einer einzigen Aktien in kurzer Zeit einen Gewinn von 1.000% oder mehr einstreichen, dafür drohen Ihnen aber auch keine Total-Verluste.

Sie können mit vergleichsweise moderatem Risiko Renditen von 20% und mehr pro Jahr einfahren.

Im laufenden Jahr kommen meine Leser bis dato sogar auf eine Rendite von mehr als 30%.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Tobias Schöneich. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt