Bei diesem MDAX-Wert stimmt die Richtung: Jahresprognose angehoben

Nach dem Zickzack-Kurs zu Beginn der Woche und dem Stimmungstief am Mittwoch konnten die Aktienmärkte an den vergangenen beiden Tagen wieder zulegen.

Der MDAX, in dem mittelgroße deutsche Unternehmen gelistet sind, kann im Wochenvergleich sogar ein leichtes Plus vorweisen.

Die Dürr-Aktie machte die Berg- und Talfahrt mit, notiert aber im Wochenvergleich leicht niedriger.

Sie musste am Donnerstag nach der Präsentation der Quartalszahlen zunächst einen Kursrücksetzer verkraften, bevor es anschließend wieder deutlich nach oben ging.

Doch kein Wunder: Viele Anleger hatten zunächst Kasse gemacht, war die Dürr-Aktie doch zuvor binnen weniger Wochen um 20% nach oben geklettert.

Und auch weiterhin sieht es gut aus: Immerhin konnte der Anlagen- und Maschinen-Bauer aus Bietigheim-Bissingen am vergangenen Donnerstag seine Prognosen für den Auftrags-Eingang anheben.

Dürr hatte für das Gesamtjahr 2016 bisher mit 3,3 bis 3,6 Mrd. € gerechnet – nun soll ein Korridor von 3,5 bis 3,7 Mrd. erreicht werden. Im Vorjahr lag der Auftrags-Eingang noch bei 3,47 Mrd. €.

Profitabilität steigt deutlich

Im 1. Halbjahr 2016 sorgte v. a. die hohe Nachfrage in Europa und Nordamerika für einen Auftragsschub um 10,8% auf fast 2 Mrd. €.

Darunter fällt u. a. auch der Bau eines Endmontage-Werks eines US-amerikanischen Autobauers – einer der größten Aufträge der Firmen-Geschichte von Dürr.

Neben der aktuellen Auftragslage gefällt bei Dürr aber auch der Blick auf die vorgestellten Zahlen zu Umsatz und Gewinn:

Zwar fiel im 2. Quartal aufgrund des stärkeren Euros der Umsatz um 4,6% auf 881,7 Mio. €. Doch seine Profitabilität konnte Dürr deutlich steigern.

So stieg der Gewinn um 7,3% auf 39,2 Mio. €. Das Gewinnplus liegt v. a. an gesunkenen Belastungen im Zusammenhang mit der 2014 erfolgten Übernahme des Holzmaschinen-Bauers Homag sowie Erlösen aus einem Immobilien-Verkauf in den USA.

Rekord-Ergebnis in Sicht

Was mir auch gefällt: Trotz der Auftrags-Zunahme hält das Management um Konzernchef Ralf W. Dieter an den Umsatz- und Ertrags-Prognosen für 2016 fest.

So soll der Umsatz mit 3,4 bis 3,6 Mrd. € leicht schwächer als im Vorjahr ausfallen. Dieser konservative Angang lässt also noch Raum für eine spätere positive Überraschung.

Zumal der operative Gewinn das Rekord-Ergebnis des vergangenen Jahres mit rund 270 Mio. € „sicher“ erreichen soll.

Sie sehen: Die Aussichten sind also durchweg positiv – und das gilt auch für die Aktie: Angesichts des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) von 14 ist das Dürr-Papier weiterhin niedrig bewertet.

Und schließlich ist die Dürr-Aktie auch für Dividendenjäger attraktiv: Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 2,57%.

6. August 2016

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Philipp Ley
Von: Philipp Ley. Über den Autor

Philipp Ley ist ausgebildeter Wirtschaftsjournalist mit Stationen u. a. bei n-tv, Financial Times Deutschland, Rheinischen Post und der Aktien-Analyse. In den vergangenen zwölf Jahren hat er zudem als Kommunikations- und Investor-Relations-Berater zahlreiche Geschäftsberichte erstellt: für kleinere aufstrebende Unternehmen ebenso wie für Börsenschwergewichte.

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