Bei diesen beiden Firmen steht die Wachstums-Ampel auf grün

Die beiden Unternehmen SAF-HOLLAND und Continental rechnen auch 2017 mit einer weiteren Ansatz-Steigerung; ganz zur Freude der Aktionäre. (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Obwohl sich die Nutzfahrzeug-Märkte weitgehend rückläufig zeigten, konnte SAF-HOLLAND 2016 den Umsatz nahezu konstant halten.

Hier ist zu berücksichtigen, dass die Produktlinie AerWay, die 2015 noch rund 6,8 Mio. € zum Umsatz beigetragen hatte, zum Jahresende 2015 veräußert worden war.

Der zugekaufte Federungs-Spezialist KLL trug ab dem 4.Quartal zum Umsatz bei.

Die stabile Entwicklung der Region EMEA glich die Schwäche der Truck- und Trailermärkte in Nordamerika und Brasilien weitgehend aus.

Trotz des leicht rückläufigen Umsatzes und einmaliger Kosten für das zurückgezogene Übernahme-Angebot für den Bremsen-Hersteller Haldex sowie die mehrheitliche Übernahme von KLL lag das operative Ergebnis mit 76,3 Mio. € nahezu auf Vorjahres-Niveau.

SAF-HOLLAND entwickelt sich dynamisch

SAF-HOLLAND verzeichnete im 1. Quartal 2017 trotz eines in Nordamerika anspruchsvollen Marktumfelds eine dynamische Entwicklung.

Die Umsätze stiegen um 10,5% auf 287,3 Mio. €. Dabei erzielte das Unternehmen in allen Regionen wachsende Umsätze.

Nach den deutlichen Rückgängen im Vorjahr gelang der Region Amerika erstmals wieder ein Umsatz-Anstieg um 8,2% und schnitt damit besser als die rückläufigen Trailer- und Truckmärkte der Region ab.

2017 strebt SAF-HOLLAND einen Umsatz zwischen 1,06 und 1,09 Mrd. € an.

Die zahlreichen Produkt-Neuheiten und die Umsetzung der Wachstums-Strategie 2020 bilden hierfür die Grundlage.

Mit der Strategie soll das Produkt-Portfolio ergänzt und das Wachstum in den Regionen außerhalb der Kernmärkte forciert werden.

Unternehmens-Porträt

2006 haben sich die damalige Otto Sauer Achsenfabrik SAF und der nordamerikanische Nutzfahrzeug-Ausrüster The Holland Group Inc. zu SAF-HOLLAND zusammengeschlossen.

Entstanden ist ein weltweit führender Hersteller und Anbieter von Systemen und Komponenten für die Auflieger- und Anhänger-, LKW-, Bus- und Campingfahrzeug-Industrie.

Produziert wird in 17 Fabriken an den folgenden Standorten:

  • Europa,
  • Nordamerika,
  • Brasilien,
  • Australien,
  • China
  • und Indien.

Continental hat das 1. Quartal 2017 mit einem Umsatz-Wachstum von 11,7% auf 11 Mrd. € abgeschlossen

Dazu beigetragen haben das Wachstum der Automotive Group sowie das Geschäft mit Reifen.

Die Nachfrage nach innovativen Elektronik- und Software-Lösungen für sicheres und intelligentes Fahren ist ungebrochen groß; die Auftrags-Eingänge legten auf über 9,5 Mrd. € zu.

Im Bereich Elektromobilität fährt Conti vorne mit; in den vergangenen Jahren wurden in dieses Zukunftsfeld mehr als 1 Mrd. € investiert.

Das profitable Wachstum außerhalb der Automobil-Industrie ist ein wichtiger Teil der Strategie.

Der Anteil am Umsatz mit Industrie-Kunden und Endverbrauchern soll schrittweise in Richtung 40% steigen.

Die große Nachfrage nach PKW- und LKW-Reifen sowie nach Produkten der ContiTech-Bereiche Mobile Fluid Systems und der Benecke-Kaliko-Gruppe haben für ein erfreuliches Wachstum in der Rubber Group gesorgt.

Gleichzeitig nahmen die Belastungen aus steigenden Rohmaterial-Preisen zu:

Auch für das 2. Quartal rechnet Conti mit steigenden Rohmaterial-Kosten. Deren Ergebnis-Belastung sollte sich jedoch im 2. Halbjahr durch Preis-Anpassungen abschwächen.

Continental setzt Wachstums-Strategie fort

ContiTech hat seine Strategie des Wachstums durch Zukäufe fortgesetzt, um den Marktanteil für Luftfedern und Luftfeder-Systeme im Schienenverkehr auszubauen.

Zudem soll das Geschäft mit Materialien für Oberflächen gestärkt werden.

Nach dem sehr guten Start ins neue Geschäftsjahr erwartet Conti, dass sich die gute Entwicklung trotz gestiegener Rohstoff-Kosten fortsetzt.

Der Ausblick für die EBIT-Marge wurde von 10,5 auf 11% angehoben. Wir erhöhen die Timing-Einstufung von 3 auf 4 Sterne.

Unternehmens-Porträt

Continental ist weltweit unter den ersten 5 und belegt in Europa Platz 2 der Automobil-Zulieferer.

Mit der Akquisition der Siemens VDO Automotive AG im Jahr 2007 entwickelt sich der Konzern zum integrierten System-Anbieter in der Automobil-Zulieferindustrie für:

  • Bremssysteme,
  • Systeme und Komponenten für Antrieb und Fahrwerk,
  • Instrumentierung,
  • Infotainment-Lösungen,
  • Fahrzeug-Elektronik,
  • Reifen
  • und technische Elastomer-Produkte.

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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