Bei dieser Aktie ist Fantasie im Spiel

RWE

Energieversorger sind langweilig? Zugegeben, ich widerspreche nicht, wenn Sie das behaupten. Hier aber ist zumindest etwas Musik drin. Lesen Sie mehr! (Foto: Gina Sanders/AdobeStock)

Wer E.ON sagt, der muss auch RWE sagen. Aus diesem Grund analysieren wir die beiden Energiekonzerne nacheinander für Sie. Im Gegensatz zur E.ON bietet RWE eine geringere Dividende. Doch ist RWE deswegen der schlechtere Wert für uns Dividendenjäger? So pauschal kann man das nicht sagen. Sie wissen selbst: Wenn es beim Geschäft nicht gut läuft und der Kurs absackt, kann auch eine attraktive Dividende nicht so viel ausrichten.

Wir haben RWE gründlich für Sie analysiert. Erfahren Sie mehr! RWE zählt zu den fünf führenden Strom- und Gasversorgern in Europa. Im Herbst 2016 hat sich der Konzern als Konsequenz aus dem Atomausstieg aufgespalten und die Tochter innogy an die Börse gebracht. Die Aktivitäten umfassen seitdem die konventionelle Energieerzeugung und den Energiehandel.

Bei RWE läuft es nach Plan

2018 hat RWE die operativen Ziele erreicht und die Transaktion mit E.ON vorangetrieben. „Wir bereiten die Integration der Erneuerbaren- Sparten von innogy und E.ON unter dem Dach von RWE vor. Gleichzeitig wollen wir die Profitabilität unseres Geschäfts in der konventionellen Erzeugung stabil halten“, so die Marschroute des Managements. Die Übernahme des Geschäfts von E.ON wurde im Februar von der Europäischen Kommission ohne Auflagen genehmigt.

Für den Erwerb von 16,7% an E.ON hat das Bundeskartellamt ebenfalls grünes Licht erteilt. Die weiteren Schritte der Transaktion sollen in der 2. Jahreshälfte abgeschlossen werden, darunter der Übergang der Minderheitsanteile von E.ON an den von RWE betriebenen Kernkraftwerken Emsland und Gundremmingen, das Gasspeichergeschäft von innogy sowie deren Anteil am österreichischen Versorger Kelag.

Die übrigen Teile von innogy, die auf E.ON übergehen, sind aktuell als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifiziert. Das Geschäft mit erneuerbaren Energien wird sich auf die Zielregionen Amerika, Europa sowie Asien-Pazifik fokussieren. Der technologische Fokus liegt auf Windkraft, Photovoltaik und Speicher. Die aktuelle Kapazität von rund 9 Gigawatt (GW) soll durch jährliche Investitionen von 1,5 Mrd € um 2 bis 3 GW pro Jahr ausgebaut werden.

Warum wir die Aktie favorisieren

Im laufenden Geschäftsjahr will RWE einen Gewinn vor Sonderfaktoren von 300 bis 600 Mio € erzielen. Zudem wurde eine Steigerung der Dividende in Aussicht gestellt. Zwar halten wir auch RWE nicht für einen Überflieger. Es gibt sicherlich besser Aktien. Allerdings würden wir RWE aktuell E.ON vorziehen. Warum? Bei RWE gibt es etwas weniger Unsicherheit und zudem steht eine Dividendenanhebung noch aus. Fantasie ist immer gut für den Kurs!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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