Bei Home Depot und Amazon boomen die Geschäfte

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Während Home Depot vom Boom auf dem Immobilienmarkt profitiert, boomt bei Amazon das Cloud-Geschäft. (Foto: Jonathan Weiss / shutterstock.com)

Home Depot hat seinen Gewinn im 3. Quartal stärker als vom Markt erwartet gesteigert.

Im Quartal, das am 29. Oktober endete, verdiente Home Depot 2,87 Mrd. $ und damit knapp ein Drittel mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 5,1% auf 26,3 Mrd. $. Das flächenbereinigte Wachstum betrug 4,8%. In den USA lag es bei 5,4%. In den ersten 9 Monaten sind zwei neue Filialen in Mexiko hinzugekommen. Dementsprechend lag auch der flächenbereinigte Umsatzanstieg mit 4,8% für den Gesamtkonzern bzw. 5,4% für den US-Markt auf einem ähnlich hohen Niveau. Überdurchschnittliche Zuwächse wurden in den Warengruppen Lumber, Indoor- und Outdoorgarden sowie Tools erreicht.

Dank einer umfassenden Neuausrichtung und einem starken Fokus auf das boomende Online-Geschäft, sicherte sich Home Depot in den vergangenen Jahren einen wichtigen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten.

Home Depot profitiert vom boomenden Immobilienmarkt

Der Immobilienmarkt brummt, und Hauskäufer und -Eigentümer verfügen über genügend Geld, um ihre vier Wände neu zu bauen bzw. zu renovieren. Für das Gesamtjahr wird Home Depot zuversichtlicher und hob die Prognose erneut an und rechnet jetzt mit einem flächenbereinigten Wachstum von knapp 5,5%. Bisher war Home Depot von 5,3% ausgegangen. Das Ergebnis je Aktie soll um 33,8% zulegen. Bislang war ein Ergebnisanstieg von 29,2% geplant. Das Aktienrückkaufprogramm wurde von 6 auf 8 Mrd. $ erhöht.

Home Depot ist in der Baumarktbranche mein Favorit. Der Konzern investiert offensiv und ist im Vergleich zu Konkurrenten in einem anspruchsvollen Umfeld besser aufgestellt.

Unternehmensporträt

Home Depot wurde 1978 gegründet und ist die größte Baumarktkette weltweit und einer der größten Einzelhändler der USA. 2.286 Filialen werden in den Vereinigten Staaten, in Kanada und in Mexiko betrieben. Dazu gibt es rund um die Uhr den Online- und Versandhandel. Mit seinem umfangreichen Produkt- und Warensortiment ist Home Depot hauptsächlich auf den „Do-it-yourself-Markt“ ausgerichtet.

Amazon hat die Gewinnschätzungen übertroffen, aber mit seinem Umsatz die Erwartungen verfehlt

Der verhaltene Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft führte dazu, dass die Aktie deutlich nachgab. Im 3. Quartal schoss der Gewinn von 256 Mio. $ auf 2,9 Mrd. $ in die Höhe. So viel hatte der Konzern noch nie in einem Quartal verdient. Auch der Umsatz stieg deutlich um knapp 30% auf 56,6 Mrd. $. Gute Zahlen konnte Amazon im Kerngeschäft ohne AWS (Amazon Web Services) vor allem aus Nordamerika berichten. Dort wuchs der Umsatz um 35% auf 34,4 Mrd. $. Der internationale Umsatz stieg zwar um 13% auf 15,6 Mrd. $; das operative Ergebnis (EBIT) wies aber einen Verlust von 385 Mio. $ aus.

Vor allem das Cloud-Geschäft beflügelte Umsatz und Gewinn

AWS wuchs rasant und steuert auf einen Jahresumsatz von 27 Mrd. $ zu. Vor einem Jahr betrug der auf das Jahr hochgerechnete AWS-Umsatz nur 18 Mrd. $. Die Sparte steigerte den Umsatz um 46% auf 6,7 Mrd. $. Obwohl AWS nur für 12% der gesamten Umsätze steht, trug es 2,1 Mrd. $ zum EBIT bei. Der Cloud-Sektor insgesamt entwickelt sich noch immer stark. Das Cloud-Geschäft profitierte nicht nur vom Zustrom der Enterprise-Kunden, sondern auch von größeren Effizienzgewinnen bei den Infrastrukturkosten.

Der CEO stellte den Schwung von Amazon Business heraus, der B2B-Plattform des Konzerns. Amazon Business gewinnt rasch neue Kunden einschließlich großer Organisationen im Bildungswesen und Kommunalverwaltungen – und mehr als der Hälfte der Fortune-100-Unternehmen.

Unternehmensporträt

Amazon ist ein weltweit operierender Online-Einzelhändler. Das Unternehmen betreibt sechs globale Webseiten und bietet dort zusammen mit seinen Verkäufern Millionen von neuen und gebrauchten Artikeln wie Bücher, Musikträger jeder Art, DVDs/Videos, Spielsachen, Computerspiele und Haushaltsartikel an. Zu dem Unternehmen gehört auch eine Internet Movie Datenbasis (IMDb).

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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