Bei Under Armour steckt mehr dahinter

Sportlich sein ist angesagt. Die richtige Mode darf da nicht fehlen.

Während Unternehmen wie Nike oder Adidas den Mainstream vertreten, gibt es immer wieder Neulinge; beispielsweise Sportmode, die mit Fun-Sportarten wie Snow- oder Skateboard assoziiert wird.

Neuerdings gibt es auch eine Marke, die das Image hat, von den ganz harten Jungs getragen zu werden.

Die Rede ist nicht von Box-Ausstattern, sondern von Under Armour, eine Marke, die v. a. bei Kraftsportlern beliebt ist. Under Armour wurde im Jahr 1996 von Kevin Plank gegründet.

Ursprünglich als reine Marke für Kampfsport-Bekleidung und Thermo-Sportunterwäsche unter Trikots, in Sportarten wie Baseball oder Basketball, und für Shoulderpads entwickelt, gibt es von Under Armour mittlerweile auch normale T-Shirts, Hosen, Schuhe oder Kappen.

Starkes Wachstum

Under Armour macht im Hinblick auf Weltmarktführer Nike weiter Boden gut. Im 4. Quartal übersprang das Unternehmen beim Umsatz die Milliarden-Dollar-Hürde klar.

Das Geschäft mit Schuhen lief hervorragend; die Umsätze im Bereich Connected Fitness wurden aufgrund der jüngsten Zukäufe mehr als verdreifacht.

Hier verfügt Under Armour mittlerweile über eine Community von mehr als 150 Mio. registrierten Nutzern.

Der Umsatz erreichte 1,17 Mrd. $ und bedeutet eine Steigerung um 31%; bereinigt um Wechselkurs-Veränderungen lag die Wachstumsrate sogar bei 33%.

Under Armour ist ein interessantes Unternehmen

Under Armour war weniger vom Höhenflug des US-Dollars betroffen als viele Konkurrenten, weil das Unternehmen nach wie vor 87% seines Umsatzes in Nordamerika erzielt.

Besonders dynamisch entwickelte sich erneut das Schuhgeschäft: Dort hat sich der Umsatz auf 167 Mio. $ nahezu verdoppelt.

Dazu trugen erfolgreiche neue Modelle in den Kategorien Basketball, Running und Training bei. Im traditionellen Kerngeschäft mit Sportbekleidung wuchsen die Umsätze um 22,2% auf 864 Mio. $.

Ein Anstieg der Betriebs-Ausgaben, die aus höheren Investitionen in die Flächen-Expansion und den Ausbau der Connected- Fitness-Sparte resultierten, sorgte dafür, dass der Gewinn nicht mit dem Wachstums-Tempo des Umsatzes mithalten konnte.

Das operative Ergebnis stieg aber dennoch über 20% auf 171 Mio. $. Angesichts des rapiden Wachstums sieht sich das Unternehmen weiterhin auf Kurs und hob seine Umsatz-Prognose an.

Für das Geschäftsjahr 2016 verspricht Under Armour ein Umsatzplus von 1/4 auf 4,95 Mrd. $.

Wir erwarten eine überdurchschnittliche Kursentwicklung. Under Armour ist v. a. deswegen interessant, weil es in Deutschland als Nischen-Marke Bekanntheit erlangt, aber gleichzeitig ein umfassendes Sortiment bietet.

1. März 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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