Beim Chemieriesen BASF lohnt sich der Einstieg

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Das weltweit führende Chemieunternehmen gehört auch zu deutschen Dividenden-Dauerläufern. BASF schüttet seit 1953 ununterbrochen Dividenden aus und gehört beim Dividendenwachstum der vergangenen 5 Jahre mit 120% zu den Spitzenreitern unter den Dauer-Zahlern. (Foto: 360b / shutterstock.com)

Das weltweit führende Chemieunternehmen gehört auch zu deutschen Dividenden-Dauerläufern. BASF schüttet seit 1953 ununterbrochen Dividenden aus und gehört beim Dividendenwachstum der vergangenen 5 Jahre mit 120% zu den Spitzenreitern unter den Dauer-Zahlern. Nach Turbulenzen zeigt sich BASF zuletzt wieder in einer besseren Verfassung.

Umsatz übertrifft Erwartungen

In einem weiterhin volatilen und herausfordernden Marktumfeld erreichte die BASF im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 62,7 Mrd. €, das waren 2% mehr als im Vorjahr. Zu dem Anstieg trugen vor allem die Segmente Functional Materials & Solutions und Agricultural Solutions bei, die geringere Mengen bei Performance Products und Chemicals ausglichen.

Vor allem der Ausfall der seit dem 2. Quartal wieder produzierenden Citral-Anlage in Ludwigshafen trug zu den niedrigeren Mengen bei Performance Products bei. In allen Segmenten und Bereichen konnte BASF 2018 Preiserhöhungen durchsetzen.

Operatives Ergebnis durch Niedrigwasser belastet

Das operative Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen erreichte 6 Mrd. € und lag damit 20% unter dem Vorjahreswert. Die Sondereinflüsse beliefen sich vor allem akquisitionsbedingt auf minus 320 Mio. € verglichen mit minus 58 Mio. € im Vorjahr. Niedrigere Ergebnisse von Functional Materials & Solutions, Agricultural Solutions sowie Performance Products trugen zum Rückgang des EBIT bei.

Das Ergebnis bei Agricultural Solutions wurde durch negative Wechselkurseffekte in allen Regionen belastet. Hinzu kam ein stark negativer Beitrag aus den von Bayer akquirierten Geschäften, die BASF erst im August übernehmen konnte. Dies war aufgrund der Saisonalität des Saatgutgeschäfts, das vor allem im 1. Halbjahr Erträge abwirft, ein Nachteil. Zudem fielen Kosten für die Eingliederung der erworbenen Aktivitäten an.

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Auch der außergewöhnlich lang andauernde niedrige Wasserstand des Rheins hat BASF zu schaffen gemacht. Die Rohstoffversorgung in Ludwigshafen per Schiff kam über weite Teile des 3. und 4. Quartals fast zum Erliegen. Daher musste BASF die Anlagenauslastung in Ludwigshafen reduzieren. Dies belastete das Ergebnis mit rund 250 Mio. €.

BASF setzt Strategie um

BASF setzt sich in Asien-Pazifik bei der Umsetzung der weltweiten “We create chemistry”-Strategie ehrgeizige Ziele. Um bis 2020 mit Kunden in der Region einen Umsatz von 25 Mrd. € zu erzielen, plant BASF im Rahmen ihrer Asien-Pazifik-Strategie Investitionen in Höhe von 10 Mrd. €, die Schaffung von rund 9.000 neuen Arbeitsplätzen und jährliche Einsparungen von 1 Mrd. €.

Bis 2020 will BASF rund 75% ihrer Produkte, die in Asien-Pazifik verkauft werden, vor Ort herstellen. Auf diese Weise soll die Zusammenarbeit und die Lieferantenposition gegenüber Kunden aus der Region gestärkt werden. Zugleich trägt die regionale Produktion zur effizienteren Nutzung von Ressourcen bei.

Aktionärsfreundliche Dividendenpolitik

Die BASF steht zu ihrer Dividendenpolitik und will der Hauptversammlung eine Dividende von 3,20 € pro Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer Steigerung um 3,2% gegenüber dem Vorjahr. Auf Basis des aktuellen Kurses bietet die BASF-Aktie wieder eine attraktiv hohe Dividendenrendite von 4,3%. Damit bleibt die BASF ihrer anspruchsvollen Dividendenpolitik treu, die Dividende jedes Jahr zu erhöhen oder zumindest auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres zu halten.


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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