Beim Ölkonzern Royal Dutch Shell sprudeln die Gewinne

Die Rohstoffpreise stehen derzeit unter Druck – dennoch können große Konzerne wie Royal Dutch Shell deutliche Gewinn-Steigerungen melden. (Foto: Bjoern Wylezich / Shutterstock.com)

Die Edelmetalle stehen aktuell unter Druck. Bei Gold kommt es heute immerhin zu einer leichten technischen Gegenreaktion.

Silber hat aber in den vergangenen Tagen massiv gelitten.

Stellen Sie sich vor: An 15 der vergangenen 16 Handelstage hat der Silberpreis verloren und das ohne wirklich negative Nachrichten zur fundamentalen Lage.

Doch der Rohstoffmarkt ist ja, wie Sie wissen, breit gefächert.

Ölsektor: Beispiel Royal Dutch Shell

Daher möchte ich heute mal auf einen ganz anderen Sektor und eine spezielle Aktie blicken. Heute steht der Ölsektor und dabei Royal Dutch Shell im Fokus:

Der große Ölkonzern hat zuletzt die aktuellen Quartals-Ergebnisse präsentiert und dabei die meisten Experten positiv überrascht:

So hat Royal Dutch Shell einen Nettogewinn von 3,5 Mrd. Dollar erzielt. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 100% im Vergleich zum Vorjahr.

Noch überzeugender fiel die Entwicklung beim operativen Cashflow aus: Hier hat das Unternehmen eine Steigerung auf 9,5 Mrd. Dollar geschafft – herausragend!

Auch bei anderen Teilen der Bilanz kann Royal Dutch Shell punkten: So sind die Schulden weiter gesunken. Das ist ebenfalls positiv zu bewerten.

Zusätzlich hält ie Firma die Dividende weiter stabil.

Das hört sich erst einmal nicht so toll an, denn aktuell haben viele Firmen mit Steigerungen bei den Dividenden für Schlagzeilen gesorgt.

Zusätzlich bietet der Ölkonzern noch eine attraktive Dividende – 7% pro Jahr sind aktuell drin

Doch die quartalsweise ausgeschütteten 0,40 € pro Aktie summieren sich auf eine aktuelle jährliche Dividendenrendite von rund 7% – ein überdurchschnittlicher Wert.

Mittelfristig wird die finanzielle Stärke weiter zunehmen, denn Royal Dutch Shell setzt den Kurs fort, sich von Randprojekten zu trennen und Kosten-Einsparungen weiter massiv voranzutreiben.

Entscheidend für den Geschäfts-Erfolg bleibt natürlich die weitere Entwicklung des Ölpreises. Und hier gehen die Meinungen der Experten doch weit auseinander.

Ölbranche hat schwere Jahre hinter sich

Im Grunde waren hier auch die vergangenen 4 Wochen sehr hart, denn die in Europa maßgebliche Ölsorte Brent hat allein in diesem Zeitraum rund 10% verloren.

Klar ist aber auch: Selbst auf dem aktuellen Preisniveau im Bereich um 50 Dollar pro Barrel sprudeln die Gewinne der Produzenten.

Das ist v. a. eben auch im Vergleich zum 1. Quartal 2016 aufgefallen; damals sackte der Ölpreis kurzeitig unter die Marke von 30 Dollar.

Auf dem Preisniveau mussten doch etliche Produzenten deutliche Gewinn-Einbußen verkraften.

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Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

Ob DAX-Titel, Rohstoff oder Emerging Marktes-Aktie: Heiko Böhmer bringt Ihnen in seinem täglichen Newsletter diese Themen näher. Neue Trends findet er dabei vor allem auf den vielen Reisen zu Finanzmessen im In- und Ausland, über die er in seinem Newsletter ausführlich berichtet.