Berentzen: Getränke-Spezialist mit Potenzial?

Lernen Sie in diesem Beitrag mit dem mittelständischen Getränke-Spezialisten Berentzen einen weiteren spannenden Nebenwert kennen: (Foto: everything possible / Shutterstock.com)

Die Berentzen-Gruppe ist ein breit aufgestelltes Getränke-Unternehmen mit den Geschäftsbereichen Spirituosen, Alkoholfreie Getränke und Frischsaft-Systeme.

Ein genauerer Blick auf Berentzen

Als einer der ältesten nationalen Hersteller von Spirituosen blickt die Berentzen-Gruppe auf eine Firmengeschichte von über 250 Jahren zurück.

Heute ist man mit bekannten Marken wie Berentzen und Puschkin sowie preisattraktiven sogenannten Private-Label-Produkten in mehr als 60 Ländern weltweit präsent.

Im Geschäftsbereich Alkoholfreie Getränke stellt die Unternehmens-Gruppe Mineralwässer, Limonaden und Erfrischungsgetränke eigener Marken her.

Sie verfügt darüber hinaus über mehr als 50 Jahre Erfahrung im Konzessions-Geschäft, gegenwärtig als Lizenz-Nehmerin für die Marke Sinalco.

Unter der Marke Citrocasa bietet die Berentzen-Gruppe in ihrem 3. Geschäftsbereich zudem innovative Frischsaft-Systeme an und bedient damit den Wachstumsmarkt der modernen, gesundheitsorientierten Getränke.

Die neuen Zahlen

In den ersten 9 Monaten dieses Jahres legte der Umsatz von Berentzen leicht von 124,7 auf 126,4 Mio. € zu.

Der operative Gewinn (EBIT) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum von 7 auf 5 Mio. €.

Bereits im September hatte das Unternehmen die eigene Ergebnis-Prognose für das laufende Jahr nach unten korrigiert.

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In diesem Zusammenhang wurde verwiesen auf:

  • massive Versorgungs-Engpässe bei Orangen,
  • die das Geschäftsfeld Alkoholfreie Getränke belastende Sommer-Witterung im Hauptabsatzgebiet Norddeutschland,
  • das vergleichsweise niedrige Umsatz-Volumen der Konzessions-Marke Sinalco
  • und auf nachteilige Produkt-, Gebinde- und Kunden-Mix-Effekte in diesem Geschäftsfeld.

Dass das Geschäftsfeld Alkoholfreie Getränke von Januar bis September 2017 dennoch ein Umsatz-Plus von 6,9% gegenüber dem Vergleichs-Zeitraum 2016 zeigte, liege aber beinahe ausschließlich an der Marke Mio Mio, teilte der Konzern mit.

Zur Erläuterung: Mio Mio ist ein auf Mate-Tee basierendes Erfrischungsgetränk.

„Unsere Marke Mio Mio hat sich erneut phantastisch entwickelt, aber das restliche Produkt-Portfolio im Geschäftsfeld Alkoholfreie Getränke blieb hinter den eigenen Umsatz-Erwartungen zurück”, erklärt Berentzen-Vorstand Oliver Schwegmann.

Zu den Perspektiven

Schwegmann betonte in seinem gestrigen Vortrag auf dem Eigenkapitalforum, dass Mio Mio zuletzt ohne größere Investitionen stark gewachsen sei und dass Berentzen im kommenden Jahr verstärkt in Marketing- und Vertriebs-Aktivitäten für diese Marke investieren will.

„Wir wollen unseren Rohdiamanten Mio Mio zu einem echten Star machen”, so Schwegmann.

Darüber hinaus soll eine Matrix-Organisation dafür sorgen, dass Synergie-Potenziale gehoben werden.

Geht dieser Plan auf, könnte die Berentzen Aktie, die im laufenden Jahr zunächst von etwa 7,80 € auf knapp 13 € gestiegen ist und dann wieder auf unter 8 € zurückgefallen ist, schon bald wieder in Richtung der Höchststände aus diesem Jahr klettern.


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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.