Berkshire Hathaway profitiert von Sektorrotation

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Die Aktie von Berkshire Hathaway, der Beteiligungsgesellschaft von Warren Buffett, hat zuletzt zugelegt und bleibt aus meiner Sicht spannend. (Foto: Jonathan Weiss / shutterstock.com)

Value-Aktien waren in diesem Börsenjahr nicht besonders gefragt – zumindest bis vor wenigen Wochen nicht. Seit Veröffentlichung der positiven Studiendaten des Mainzer Biotech-Unternehmens Biontech zu einem neuen Corona-Impfstoff sind Value-Titel und zyklische Corona-Verlierer an der Börse plötzlich wieder auf der Überholspur.

Davon hat auch die Aktie von Berkshire Hathaway, der Beteiligungs-Holding von Warren Buffett, profitiert. Allerdings befinden sich im Buffett-Portfolio nicht nur Zykliker, sondern eine gute Mischung aus Zyklikern und Nicht-Zyklikern und Unternehmen aus der Old Economy und der New Economy.

Zur Erläuterung: Mit Zyklikern sind Unternehmen aus konjunkturabhängigen Branchen gemeint. Mit Nicht-Zyklikern entsprechend Unternehmen aus nicht (so sehr) konjunkturabhängigen Bereichen. Old Economy meint beispielsweise Branchen wie Maschinen- und Anlagenbau (eben die „alte” Wirtschaftswelt) und New Economy im Falle von Berkshire digitale Geschäftsmodelle wie beispielsweise bei Apple oder Amazon.

Während beispielsweise Apple und Amazon im laufenden Jahr extrem stark gelaufen sind, war die Entwicklung der Berkshire-Aktie mit einem einstelligen Kurszuwachs eher verhalten. Daraus resultieren meines Erachtens eine Unterbewertung und ein entsprechendes Nachholpotenzial der Aktie.

Buffett sieht eine Unterbewertung bei Berkshire

Eine Unterbewertung der Berkshire-Aktie sieht auch der Börsen-Altmeister Buffett selbst so. Denn wie ich kürzlich bereits an dieser Stelle geschrieben habe, hat er im zurückliegenden Quartal Berkshire-Aktien für satte 9 Mrd. US-Dollar zurückgekauft. Damit wurde allein im 3. Quartal mehr für diese Art der Aktienkurspflege aufgewandt, als je zuvor in einem vollen Kalenderjahr.

Im Jahresverlauf summiert sich der Betrag bereits auf etwa 16 Mrd. US-Dollar. Viele andere Konzerne haben ihre Aktienrückkäufe begrenzt, um in der Pandemie das Geld zusammenzuhalten. Doch Buffett saß mit Berkshire Hathaway zuletzt auf liquiden Mitteln von 145,7 Mrd. US-Dollar.

Ein kurzer Blick in das Beteiligungsportfolio

Im Beteiligungsportfolio von Berkshire, das zuletzt etwas umgebaut wurde, befinden sich so bekannte Unternehmen wie Apple, Amazon, Coca-Cola, Visa, American Express oder Bank of America. Apple ist dabei die mit Abstand größte Position in seinem Portfolio.

Was hingegen wenig bekannt ist, ist die Tatsache, dass Bufffett schon seit Jahren auch auf kleinere Unternehmen in wichtigen Zukunftsbranchen setzt. So beteiligte sich Buffett über seine Investment-Holding Berkshire schon vor Jahren an dem chinesischen E-Mobilitäts-Spezialisten BYD, der zuletzt für viel Aufmerksamkeit unter den Börsianern sorgte.

Denn die BYD-Aktie ist in diesem Jahr regelrecht abgehoben. Die Aktie, die sich bereits eine ganze Weile auf der Empfehlungsliste meines Börsendienstes „Der Depot-Optimierer“ befindet,  legte in den vergangenen 3 Monaten um rund 190% zu.

Ausblick: Morgen erfahren Sie, wie Buffett zuletzt sein Portfolio umgebaut hat, und Sie erhalten eine Einschätzung dazu von mir. Zudem blicken wir etwas detaillierter ins aktuelle Portfolio von Berkshire Hathaway.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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