Berkshire Hathaway sitzt auf 128 Mrd. US-Dollar

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Warren Buffett sitzt auf Cash-Reserven von 128 Mrd. US-Dollar und seine größte Beteiligung Apple legt gute Zahlen vor. (Foto: Francesco Marino - Fotolia)

Vor wenigen Tagen meldete Berkshire Hathaway, die Beteiligungs-Holding von Star-Investor Warren Buffett, einen neuen Cash-Rekord. Das Unternehmen sitzt auf einem beinahe unfassbaren Geldberg von satten 128 Mrd. US-Dollar.

Damit steigt auch der Anlagedruck auf die US-amerikanische Investorenlegende immer weiter. An den Märkten wird schon lange auf Buffetts nächsten großen Deal gewartet. Doch angesichts der hohen Börsenkurse findet Buffett offenbar nichts, was seinen Preisvorstellungen entspricht.

Operatives Ergebnis legt ebenfalls zu

Bei Berkshire Hathaway legten nicht nur die Cash-Reserven zu. Auch das operative Ergebnis stieg im 3. Quartal. Der operative Gewinn kletterte um 15% auf 7,9 Mrd. US-Dollar. Der Nettogewinn war jedoch um 11% rückläufig und lag per Ende September bei 16,5 Mrd. US-Dollar.

Diesem Wert sollten Sie jedoch keine allzu große Bedeutung zukommen lassen. Das empfiehlt auch Buffett selbst. Wie ich finde aus gutem Grund. Denn durch den Ausweis unrealisierter Investmentgewinne schwankt der Wert stark und hat überdies wenig Aussagekraft im Hinblick auf die operative Entwicklung der Berkshire-Beteiligungen und damit auf den eigentlichen Geschäftsverlauf.

Zu den Beteiligungen von Warren Buffett zählen viele bekannte Namen wie Coca-Cola, Wells Fargo, American Express und seit einiger Zeit auch der Technologiekonzern Apple. Die Apple-Position kam bereits zum Halbjahr auf einen Wert von knapp 50 Mrd. US-Dollar im Buffett-Portfolio.

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Apple: Gute Zahlen und ein positiver Ausblick

Auch der Technologieriese Apple hat vor wenigen Tagen Zahlen vorgelegt: Der Umsatz legte im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 2% auf 64 Mrd. US-Dollar zu. Beim Gewinn gab es den erwarteten Rückgang von 14,1 auf 13,7 Mrd. US-Dollar.

Positiv: Der Umsatz der Apple-Sparte mit Apple Watch, Airpods, den Homepods-Lautsprechern und anderem Zubehör legte um satte 54% auf 6,5 Mrd. US-Dollar zu. Bei den Diensten stiegen die Erlöse um 18% auf 12,5 Mrd. Dollar.

Der Gewinn je Aktie erreichte auch wegen der Aktienrückkäufe einen Wert von 3,03 US-Dollar je Aktie (aufgrund der massiven Aktienrückkäufe muss der Gewinn bei Apple auf immer weniger Aktien verteilt werden). Der Gewinn je Aktie war so hoch wie nie zuvor in der entsprechenden Vergleichsperiode.

Auch der Ausblick auf das Weihnachtsquartal ist positiv: Für das laufende Quartal prognostiziert Apple einen Umsatz-Zuwachs auf 85,5 bis 89,5 Mrd. US-Dollar (77 bis 80,6 Mrd. Euro). Im Vorjahresquartal hatte ein Einbruch im China-Geschäft noch für einen Rückgang auf 84,3 Mrd. US-Dollar gesorgt. Ebenfalls erfreulich: Die nächste Dividendenzahlung steht unmittelbar ins Haus. Apple will seinen Aktionären am 14. November 77 US-Cent pro Anteilsschein zahlen.

Nach meiner Einschätzung bleiben sowohl die Apple-Aktie als auch die Berkshire-Aktie aussichtsreich. Rücksetzer bieten hier regelmäßig schöne Kaufgelegenheiten.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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