Bertrandt: Ingenieurdienstleister legt starke Zahlen vor

Der im SDax notierte Ingenieurdienstleister, der auf die Automobilindustrie spezialisiert ist, legte heute starke Zahlen für das 1. Quartal des im September endenden Geschäftsjahres 2015/2016 vor. Vor allem die jüngsten Investitionen zeigen Wirkung.

Das Unternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Ehningen konnte sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn zweistellig zulegen. Bevor ich gleich im Detail auf die aktuellen Zahlen eingehe, möchte ich Ihnen das Unternehmen Bertrandt kurz vorstellen.

Bertrandt im Kurzportrait

Das im Jahr 1974 gegründete Unternehmen unterstützt die großen Autohersteller in Europa bei der Entwicklung von Antriebstechnologien, aber auch bei der Entwicklung von Karosserien und Elektronik.

Bertrandt ist an 47 Standorten in Europa, den USA und China tätig und bietet seine Dienstleistungen neben der Automobilbranche auch in der Luftfahrt an. Das Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 935 Mio. Euro und nähert sich damit der 1-Mrd.-Euro-Marke.

Die Quartalszahlen im Detail

Zwischen Oktober und Dezember 2015 legte der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 10,6% auf 243,2 Mio. Euro zu und das Betriebsergebnis (operativer Gewinn) verbesserte sich sogar um 12,1% auf 24.1 Mio. Euro. Der Nettogewinn legte um knapp 13% auf 16,5 Mio. Euro zu.

Um sein Geschäft weiter auszubauen, hat Bertrandt im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres erneut deutlich investiert. Das Unternehmen steckte 27,5 Mio. Euro in seine Infrastruktur. Das sind 41,7% mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Geschäftsjahr 2014/2015 hatte Bertrandt insgesamt 80 Mio. Euro investiert. Für das bis Ende September 2016 laufende Geschäftsjahr 2015/2016 geht das Unternehmen von einem noch höheren Wert aus.

Bertrandt hat auch die Zahl der Mitarbeiter deutlich gesteigert. Zuletzt waren es 12.520 und damit knapp 850 mehr als im Vorjahr.

Die Eigenkapitalquote sank trotz der absoluten Erhöhung des Eigenkapitals infolge einer Bilanzverlängerung von 62 auf 45,9%. Das ist allerdings ein noch immer mehr als solider Wert. Denn: Werte ab 30% gelten bereits als solide.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Durch stetig steigende Anforderungen seitens der Verbraucher und Gesetzgeber in allen Technologie-Branchen, die Bertrandt bedient, sieht Dietmar Bichler (Vorstands-Chef bei Bertrandt) auch in den kommenden Jahren Potenzial für das Unternehmen, heißt es im aktuellen Quartalsbericht von Bertrandt.

„Wir wollen unsere Marktstellung als Entwicklungsdienstleister und Technologie-Konzern weiterhin festigen und ausbauen“, lässt sich Bertrandt-Chef Bichler im Hinblick auf die Zukunft des Unternehmens zitieren.

Da die Bertrandt-Aktie derzeit noch rund 35% Luft hat bis zu ihren Höchstständen aus dem vergangenen Jahr und ich die Entwicklung des Unternehmens sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft durchaus positiv einschätze, lohnt es sich aus meiner Sicht für Sie, sich die Bertrandt-Aktie einmal genauer anzuschauen.

15. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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