Bertrandt und Sixt sind auf dem richtigen Weg

Sixt – shutterstock_232569424 Ekaterina Lin

Die Autoindustrie musste zuletzt schwere Einbußen hinnehmen. Bertrandt und Sixt haben eine Strategie entwickelt sich dem zu entziehen. (Foto: Ekaterina Lin / Shutterstock.com)

Bertrandt entwickelte sich in den ersten 9 Monaten trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen erwartungsgemäß. Der Umsatz stieg um 4,3% auf rund 785 Mio. €, und das operative Ergebnis (EBIT) belief sich auf 46,1 Mio. €. Dies entspricht einer Marge von 5,9%.

Unterm Strich sank der Gewinn um 5,6% auf 30,3 Mio. €. Bertrandt begegnet der zunehmenden Komplexität mit zielgerichteten Investitionen in Infrastruktur und Wissen. Bedarfsorientiert wurden 46,5 Mio. € investiert. Die Schwerpunkte lagen dabei vorwiegend auf Testeinrichtungen für Elektromobilität und Ausrüstung für mobile Emissionsmessung.

Bertrandt setzt außerdem auf agile Einheiten mit Start-up-Charakter

Fokussierte Branchen und Kunden sind hierbei die Bereiche Medizintechnik, Virtual und Augmented Reality, Cloud Solutions, Machine Learning oder Big Data, in denen Bertrandt mit Know-how und Entwicklungskompetenz innovative Lösungen anbietet.

Die Eigenkapitalquote lag bei 50,9%. Damit gehört Bertrandt nach wie vor zu den substanzstarken Unternehmen der Branche. Die Anzahl der Beschäftigten erhöhte sich um 440 auf 13.468 Mitarbeiter. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen im Automotive-Bereich hat Bertrandt seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten angepasst.

Erwartet wird ein Umsatzwachstum von 20 bis 50 Mio. €. Das EBIT soll 72,9 bis 96,4 Mio. € erreichen. Mittelfristig sieht der Vorstand jedoch gute Perspektiven bei Wachstum und Ergebnis. Insgesamt ist Bertrandt gut für die Zukunft aufgestellt.

Unternehmensporträt

Bertrandt bietet als Ingenieurdienstleister für Fahrzeug- und Verkehrssysteme der internationalen Autoindustrie umfassende und innovative Entwicklungslösungen in den Bereichen Karosserie, Innenraum, Fahrwerk, Motor und Aggregate bis hin zur Serienanlaufbetreuung an. Hierdurch werden die Entwicklungszeiten der Autoproduzenten erheblich verkürzt. Porsche ist mit 28,97% an Bertrandt beteiligt.

Sixt steuert mit einem Umsatzwachstum von 14% in den ersten 9 Monaten auf ein weiteres Rekordjahr zu

Ein Wachstumstreiber ist die Digitalisierungsstrategie SIXT ONE, die nicht nur die neue SIXT App umfasst, sondern auch die Digitalisierung sämtlicher Vertriebskanäle und operativen Geschäftsprozesse zum Ziel hat. So erzielte die neue App mit dem integrierten Angebot aus SIXT rent, SIXT share und SIXT ride eine überaus positive Kundenresonanz. Über 1 Mio. mal wurde die App seit dem Start der neuen Mobilitätsplattform ONE im Februar heruntergeladen. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer stieg um 130%, und die Buchungsrate über die App erhöhte sich sogar um 290%.

Ein weiterer Wachstumsmotor ist die Auslandsexpansion

In den USA, dem mit einem Volumen von rund 31 Mrd. $ größten Autovermietmarkt der Welt, wurde die dynamische Entwicklung mit einem Umsatzwachstum von 30% fortgesetzt. Die Zahl der in diesem Jahr neu eröffneten US-Stationen stieg auf 7, im 4. Quartal werden 3 weitere Stationen folgen. In Europa entwickelten sich vor allem Italien, Spanien und Großbritannien überaus erfolgreich mit Zuwachsraten von mehr als 20%.

Aber auch in Deutschland legte Sixt mit 8% gegen den Markttrend zu. Sixt bestätigte die bisherigen Aussagen zum Gesamtjahr 2019 und erwartet einen höheren Umsatz sowie ein stabiles operatives Ergebnis (ohne Berücksichtigung des Verkaufs der DriveNow-Beteiligung im Vorjahr). Das Wachstum hat eine breite Basis, wobei die anhaltende Expansion im Ausland unverändert der Motor für das erfreuliche Umsatzwachstum ist.

Unternehmensporträt

Sixt ist ein Dienstleistungsanbieter in der Wertschöpfungskette Mobilität und Deutschlands führender Autovermieter. Die Kernaktivitäten des Unternehmens umfassen die Bereiche Autovermietung/Gebrauchtwagenverkauf, Leasing und Internet/Travel. In der Sparte Vermietung ist Sixt in über 30 Ländern vertreten und nimmt auch weltweit eine führende Stellung ein.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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