Bertrandt wächst dank Auto-Boom weiter

Für Bertrandt läuft es rund. Der Technologiespezialist hat gerade seine Zahlen zum ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2014/2015 vorgestellt, und die können sich sehen lassen.

Demnach kletterten die Umsatzerlöse bis zum 31. März auf gut 451 Millionen Euro, was einer Steigerung um 9 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. Damals beliefen sich die Umsatzerlöse auf 414 Millionen Euro. Auch das Betriebsergebnis konnte gesteigert werden von 41,1 auf nun 43,8 Millionen Euro.

Bertrandt profitiert vom Auto-Boom

Befeuert wird das Geschäft dabei vor allem von der Automobilindustrie. Diese bringt zunehmend neue Modelle auf den Markt und arbeitet parallel an der Weiterentwicklung bestehender Fahrzeugfamilien.

Dabei steht neben spritsparenden Technologien auch die fortschreitende Vernetzung weit oben auf der Agenda. Sie soll nicht zuletzt dazu beitragen, Komfort und Sicherheit für die Fahrenden zu erhöhen.

Gerade in diesen Bereichen gilt Bertrandt als Spezialist, der wichtige Beiträge zur Weiterentwicklung leistet. Durch die Modellvielfalt, die in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden soll, und die wieder steigenden Absatzzahlen auch etwa am europäischen Markt profitiert das Unternehmen, das sich seit Februar zu den MDax-Werten zählen darf – ein weiterer Erfolg im abgelaufenen Halbjahr.

Aktie um 18 Prozent gestiegen

Mit Blick auf die letzten sechs Monate konnte die Aktie zudem um rund 18 Prozent zulegen. Ein Blick auf die Historie zeigt, dass langfristig orientierte Anleger sich sogar noch über deutlich höhere Wertsteigerungen freuen dürfen: In den letzten drei Jahren hat sich das Papier mehr als verdoppelt, in den vergangenen fünf Jahren sogar fast vervierfacht.

Analysten sehen auch weiterhin Kurspotenzial. Sie empfehlen die Aktie zum Kauf. Die Experten von Warburg Research sehen das Papier bei 150 Euro fair bewertet – aktuell liegt der Kurs bei knapp 130 Euro.

2015-05-22 Bertrandt

Positiver Ausblick – nicht nur für dieses Jahr

Den positiven Ausblick teilt indes auch die Konzernführung. Sie verweist auf hunderte Neueinstellungen im ersten Halbjahr und unterstreicht weitere Investitionen. Man geht davon aus, dass sich die positive Entwicklung der Automobilindustrie im Jahresverlauf fortsetzen und Bertrandt davon auch weiterhin profitieren wird.

Diese Einschätzung kann indes nicht nur auf das laufende Jahr bezogen werden. Die Trends zur zunehmenden Vernetzung auf der Straße sowie zu umweltfreundlichen Technologien sind langfristiger zu sehen. Hier dürfte auch in den kommenden Jahren das Know-how der Baden-Württemberger gefragt sein.

MDax-Unternehmen – lukrativ und unterschätzt

Grundsätzlich unterstreicht Bertrandt, was Börsenkenner immer wieder betonen: Der Blick auf die zweite Reihe lohnt sich für Anleger. Oft sind bei MDax- oder TecDax-Unternehmen für Aktionäre bessere Geschäfte zu machen als bei den Dax-30.

Die Jahresperformance der Indizes in 2014 hat das noch einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Während der Dax zum Jahresende nicht viel höher notierte als zu Jahresbeginn, konnte der MDax kräftige Gewinne verzeichnen – und mit ihm die Aktionäre.

24. Mai 2015

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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