Bet-at-home: Eine Wette für eine erfolgreiche Depotbeimischung?

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Der Wettanbieter Bet-at-home macht weiterhin gute Geschäfte und bietet eine satte Dividendenrendite. Doch es gibt auch Risiken. (Foto: solarseven / Shutterstock.com)

Es ist in den letzten Monaten um die Online-Wettanbieter sehr ruhig geworden. Dennoch möchte ich Ihnen an dieser Stelle den bet-at-home.com AG Konzern näher vorstellen. Das Unternehmen blickt zum einen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück – zum anderen bietet es eine sehr üppige Dividendenrendite.

Unternehmensportrait

Der bet-at-home.com AG Konzern, mit Sitz in Düsseldorf, ist im Bereich Online-Gaming und Online-Sportwetten tätig. Mit 4,6 Mio. registrierten Kunden weltweit zählt das börsennotierte Unternehmen mit seinen Tochtergesellschaften zu einem der erfolgreichsten Glücksspielanbieter Europas.

Geschäftszahlen des abgelaufenen Jahres

Die Geschäftszahlen des abgelaufenen Jahres können sich durchaus sehen lassen: Bei einem Wett- und Spielvolumen von 3.174,6 Mio. Euro lag der Ertrag beim Brutto-Wett- und Gaming im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 145,4 Mio. Euro und konnte somit – im Vergleich zum Vorjahr – um rund 5% zulegen. Dabei konnten die vorher abgegebenen Prognosen geschlagen werden.

Auch andere Kennziffern des Konzerns unterstreichen den Erfolg eindrucksvoll: Im Geschäftsjahr 2017 konnte ein EBITDA von 35,5 Mio. Euro – und somit erneut das höchste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte – erreicht werden. Ein ähnliches Bild ergibt sich beim EBIT, welches aufgrund der positiven Entwicklungen um 2,2 Mio. Euro auf 34,1 Mio. Euro gesteigert werden konnte. Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 2,8 Mio. Euro beträgt das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2017 32,8 Mio. Euro – ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 1,8 Mio. Euro.

Positive Aussichten für 2018

Auch der Ausblick klingt verheißungsvoll. So rechnet der Konzern mit einem Anstieg des Brutto-Wett- und Gamingertrags auf 150 Mio. Euro verbunden mit einem EBITDA von bis zu 40 Mio. Euro.

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Noch erfreulicher für die Aktionäre ist der Dividendenvorschlag, der jüngst abgegeben wurde. So werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 22. Mai 2018 eine Gesamtdividende für das Geschäftsjahr 2017 (zahlbar im Mai 2018) von 7,50 Euro pro Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer satten Dividendenrendite von rund 10%.

Risiken vorhanden

Allerdings gibt es auch Risiken: Diese kommen u.a. aus Österreich: Marktbeobachtern zufolge könnte das dortige Finanzministerium ein Verbot des Online-Glücksspiels aussprechen – selbst wenn dies gegen das EU-Recht verstoßen würde.

Außerdem ist der Wettbewerb mit den britischen Anbietern sehr groß, zumal sich abzeichnet, dass der Regulierer für britische Anbieter die Einsatzlimits weniger stark senkt als von diesen befürchtet.

Beides sorgte zuletzt für Kursverluste bei der Bet-at-home-Aktie. Immerhin konnte die Unterstützungslinie aus dem Dezember 2016 bei rund 75 Euro gehalten werden. Für risikobereite Anleger ist die Aktie von Bet-at-home als spekulative Depotbeimischung einen näheren Blick wert.


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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.