Betongold aus Österreich

Finden Sie Immobilien-Investments ebenso interessant wie 90% der anderen Deutschen?

Dann sollten Sie vielleicht umdenken und statt eines handfesten Objekts besser auf einen Pool setzen.

Wer sich an Immobilien-Gesellschaften beteiligt, hat keinen Ärger und ärgert sich nicht mit Mietern herum.

Hinzu kommen regelmäßige Ausschüttungen und ein hoher Grad an Diversifikation.

Aktionären von Immo-Gesellschaften gehört nicht ein Objekt, sondern ein kleiner Teil vieler tausend Objekte.

Das kann auch Vorteile bieten. V. a. Gesellschaften aus Österreich haben in den letzten Jahren überzeugt.

Wir nehmen conwert genauer unter die Lupe. conwert ist ein Immobilien-Konzern mit den Schwerpunkten Wohnimmobilien und Zinshäuser in Deutschland und Österreich.

Das Geschäftsmodell basiert auf 3 Säulen: dem Portfolio-Management, der Entwicklung und dem Verkauf von Immobilien sowie dem Immobilien-Dienstleistungsbereich, z. B. als Vermögensverwalter der Wohnimmobilienfonds der DWS.

Kostensenkungen waren erfolgreich

conwert erzielte in den ersten 9 Monaten 2015 das beste operative Ergebnis seit Gründung der Firma im Jahr 2001. Während die Mieterlöse aufgrund der zahlreichen Verkäufe insgesamt rückläufig waren, legten die Veräußerungs-Erlöse deutlich zu.

Die Verkäufe betrafen in erster Linie Gewerbe-Immobilien, die im Einklang mit der Fokussierung auf das Kerngeschäft Wohnimmobilien in Deutschland und Österreich abgestoßen wurden.

Die Leerstandsquote sank erstmals auf unter 9% und betrug zum Stichtag 8,7%. Ein Jahr zuvor standen noch 10,4% der Flächen leer. Im Kernsegment Wohnen betrug die Leerstandsquote nur noch 4,5%.

Gleichzeitig wurde die durchschnittlich erzielte Kaltmiete pro Flächeneinheit um 2% gesteigert.

Zu einer Verbesserung der Ertragslage trugen auch die umfangreichen Kostensenkungen bei. Unter dem Strich verdiente der Konzern rund 65 Mio. €.

Wie geht es mit dem Unternehmen weiter?

Ein wesentlicher Gewinntreiber war dabei die Höherbewertung des Immobilien-Portfolios. Zudem wurde das Finanzergebnis deutlich verbessert. In der Vorjahres-Periode musste das Immobilien-Portfolio noch abgewertet werden.

Zudem wurde die Ertragslage durch negative Effekte bei der Bewertung von Zinssicherungs-Instrumenten belastet.

Zur Beurteilung der nachhaltigen Ertragskraft eignet sich hier die Kennzahl „Funds from Operations“ (FFO). Der „FFO“ betrug nach 9 Monaten 38 Mio. €, was einem Zuwachs von 49% entsprach.

Im Jahr 2015 soll der „FFO“ von 35 Mio. € auf 48 Mio. € steigen. Für 2016 stellte das Management einen weiteren Anstieg auf 65 Mio. € in Aussicht.

Anleger freuen sich zwar nur über eine Dividende von 1,5% gemessen am derzeitigen Kurs, doch ist die Aktie durchaus chancenreich. Die letzten Zahlen waren gut, jetzt gilt es abwarten, ob conwert dies bestätigen kann.

2. Juni 2016

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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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