Bilanz 2018: Uran mit starkem Comeback

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Für viele Rohstoffe war 2018 herausfordernd. Doch es gab überraschende Gewinner: Nach einer langen Krise hat der Uranpreis wieder zugelegt. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Energie beschäftigt uns immer stärker. Erst in den vergangenen Tagen wurde die letzte deutsche Steinkohlegrube geschlossen. Dieses wichtige Kapitel der deutschen Wirtschaftsgeschichte gehört jetzt der Vergangenheit an. Doch wo soll in Zukunft die Energie herkommen? Denn ein weiterer wichtiger Energieträger wird in wenigen Jahren in Deutschland nicht mehr zum Energie Mix beitragen. Ich rede hier von der Atomenergie. Schon seit Jahren ist der Atomausstieg bis zum Jahr 2022 beschlossene Sache.

Und wenn es nach dem Willen vieler Umweltaktivisten geht, dann wird Deutschland sich auch schon sehr bald aus dem Einsatz von Kohle zurückziehen. Das Einstellen der Steinkohleförderung ist hier sicherlich nur ein erstes Signal. Als nächstes sind die großen Braunkohlegruben dran. Sie erinnern sich sicherlich noch an die massiven Proteste rund um den Hambacher Forst westlich von Köln.

Atomenergie bleibt auch in Zukunft wichtiger Energieträger

Doch hier soll es um die Zukunft Energie gehen. Und die sehen immer noch viele Länder tatsächlich in der Atomenergie. Das ist für viele Menschen in Deutschland kaum nachvollziehbar. Es entspricht aber der Realität in immer mehr Ländern dieser Erde. Und nach einem jahrelangen Niedergang hat auch der Uranpreis in diesem Jahr wieder einmal eine Wende geschafft. Auf Jahressicht hat der Uranpreis in Dollar gerechnet um knapp 20 % zugelegt.

Ausgehend vom 1. April beträgt das Plus beim Uranpreis sogar knapp 40 %. Hier sehen Sie einmal mehr, dass dieser Energieträger tatsächlich noch eine Rolle spielt. Und auch wenn Deutschland diese Energieform auf das Abstellgleis geschoben hat – Länder wie China oder auch Indien setzen immer noch massiv auf den Ausbau der Atomenergie.

Derzeit sind weltweit knapp 500 Reaktoren in Betrieb. Tendenz steigend. Und somit wird auch der Bedarf weiterhin hoch bleiben in diesem Sektor. Uranfirmen konnte zuletzt schon wieder davon profitieren. Allerdings darf man die Krise dieser Branche auch nicht kleinreden. Selbst der Branchenprimus Cameco hat erst durch das Schließen von einigen Produktionsanlagen so viel Druck am Weltmarkt aufbauen können, dass es dann zu einer Preiswende kam.

Uran-Sektor wieder im Fokus bei vielen Investoren

Insofern ist es gut möglich, dass der jüngste Anstieg auch erst einmal das Ende der Fahnenstange beim Uran markiert. Dennoch lohnt sich auch als Rohstoffanleger einmal wieder in diesen Sektor zu schauen. Sie können sicher sein, dass ich das im Jahr 2019 tun werde – ob nun beim Marktführer Cameco oder direkt beim Uranpreis.

infineon

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Heiko Böhmer
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