BioNTech: Ein möglicher Profiteur der Corona-Krise

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Die Firma BioNTech arbeitet an der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes. Zusammen mit internationalen Partnern soll der Impfstoff schon bald erprobt werden. (Foto: l i g h t p o e t / Shutterstock.com)

In der vergangenen Woche hatte ich Ihnen mit Drägerwerk bereits einen Profiteur der aktuellen Krisensituation vorgestellt. Als ein weiterer Profiteur der Corona-Krise wird auch die Mainzer BioNTech SE gehandelt.

BioNTech SE ist ein Biotechnologie-Unternehmen, das Medikamente im Bereich der Krebstherapie und Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten entwickelt und herstellt. Aktuell arbeiten die Mainzer mit Hochdruck an der Entwicklung eines Corona-Impfstoffes.

Kooperation mit chinesischem Pharmaunternehmen

Am 16. März gab BioNTech bekannt, dass das Unternehmen zusammen mit der chinesischen Firma Fosun Pharma die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus voranbringen will. Die Unternehmen werden bei der Durchführung klinischer Studien in China zusammenarbeiten und dabei die umfangreichen klinischen Entwicklungs-, regulatorischen und kommerziellen Kapazitäten von Fosun Pharma in China nutzen.

Im Falle der Zulassung wird Fosun Pharma den Impfstoff in China vermarkten. BioNTech wird die vollen Rechte zur Entwicklung und Vermarktung des Impfstoffs in der übrigen Welt behalten.

Wir sehen diese Zusammenarbeit als einen wichtigen Schritt in unseren weltweiten Bemühungen, die Entwicklung unseres mRNA-Impfstoffs zur Verhinderung einer COVID-19-Infektion zu beschleunigen. Fosun Pharma teilt unsere Verpflichtung, den Ausbruch von COVID-19 rasch zu bekämpfen, und bringt eine umfassende Entwicklungserfahrung und ein umfangreiches Netzwerk auf dem pharmazeutischen Markt in China mit, so BioNTech-Chef Ugur Sahin.

Zusammenarbeit auch mit Pfizer

Nur einen Tag nach der Kooperationserklärung mit der chinesischen Fosun Pharma teilte BioNTech mit, dass es eine weitere Absichtserklärung mit der US-amerikanischen Pfizer Inc. abgeschlossen habe.

Beide Unternehmen wollten bei Entwicklung und Vertrieb (mit Ausnahme von China) eines Coronavirus-Impfstoffs eng zusammenarbeiten. Die Unternehmen wollen bereits Ende April 2020 in die klinische Erprobung des Impfstoffs gehen.

Kurssprung bei BioNTech

Nach Bekanntwerden der Forschungskooperationen zur Entwicklung eines Corona-Impfstoffes verdoppelte sich der Kurs der BioNTech-Papiere an der NASDAQ zunächst. An den darauffolgenden Tagen brach der Kurs aber wieder ein, sprang jedoch zuletzt wieder an.

Ob es den Mainzern in Kooperation mit den chinesischen bzw. US-amerikanischen Partnern gelingen wird, einen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln, bleibt offen.  So reichen im derzeit hochvolativen Marktumfeld positive Nachrichten über einen Fortschritt in der Virusbekämpfung aus, um den Kurs einer Aktie zu beflügeln. Der Katzenjammer folgt häufig in Form von Kursverlusten am nächsten Tag.

Sicher ist nur: BioNTech und seine Partner sind nicht die einzigen Unternehmen, die mit Hochdruck an einem Impfstoff bzw. Medikament zur Bekämpfung des Coranavirus arbeiten. Und so lange keines dieser Unternehmen einen wirklichen Durchbruch vermelden kann, ist ein Investment in diese Unternehmen nur etwas für risikofreudige Anleger.

Wenn Sie jetzt anfangen wollen, in Aktien zu investieren oder Ihre Aktienbestände ausbauen wollen, gibt es aus meiner Sicht eine Vielzahl an Möglichkeiten mit einem besseren Chance/Risiko-Profil als die BioNTech-Aktie.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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