Biotech-Aktien: Fundamental positiver Ausblick auf das 2. Halbjahr

Branchenexperten erwarten im Jahresverlauf weitere Fortschritte in den Forschungsarbeiten sowie neue Produktzulassungen. (Foto: totojang / shutterstock.com)

Branchenexperten erwarten im Jahresverlauf weitere Fortschritte in den Forschungsarbeiten sowie neue Produktzulassungen.

Dies könnte die Aktienkurse trotz der bestehenden Unsicherheit über die politische Entwicklung im US-Gesundheitsmarkt wieder antreiben. Wenngleich vereinzelt immer wieder Rückschläge auftreten, dürfte die Branche dank ihrer hohen Innovationskraft über kurz oder lang weitere bahnbrechende Produkte auf den Markt bringen. Um hier eine gute Risikostreuung zu erreichen und dem Fachwissen im Gesundheitssektor gerecht zu werden, empfiehlt es sich, einen Blick auf BB Biotech zu werfen. Das Unternehmen hat sich klar am Markt etabliert und bietet ein aktiv geführtes Portfolio von Biotech-Beteiligungen.

Zudem zeichnet sich BB Biotech durch eine hohe Dividendenrendite aus und kauft darüber hinaus eigene Aktien zurück. So wird die Aktie eine im Branchenvergleich höhere Stabilität in der Wertentwicklung aufweisen.

Furcht vor Preiskontrollen dämpft die Kurserwartungen

Mit Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage deutet derzeit vieles auf die Einführung von Preiskontrollen im Gesundheitsmarkt durch die US-Regierung hin. Möglich werdende, negative Einflüsse auf die Gewinnentwicklung von arzneimittelforschenden Unternehmen haben zu Mittelabflüssen aus dem Biotechnologiesektor geführt.

Die Experten von BB Biotech halten dies einerseits für nachvollziehbar. Andererseits ist das Management der Ansicht, dass einige der im US-Gesundheitssektor diskutierten strategischen Ideen konstruktiv sind. Mehr Transparenz und die Beseitigung ineffizienter Anreizsysteme würden die Innovationstätigkeit letztlich ankurbeln.

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Innovationen bleiben der Schlüssel

Angesichts der erfahrungsgemäß politisch starken Stellung des US-Gesundheitsministeriums sowie der Arzneimittelbehörde FDA, die sich als klarer Befürworter von Innovationen bekennt, geht BB Biotech davon aus, dass die FDA und das Gesundheitsministerium eine tragende Rolle bei einer Neugestaltung der Gesundheitspolitik in den USA spielen werden.

Vor diesem Hintergrund werden vernünftige staatliche Maßnahmen erwartet, um die Arzneimittelentwicklung zu verkürzen, die Komplexität zu verringern, Kosten zu senken sowie Eigentumsrechte so zu handhaben, dass Innovationen belohnt werden. Die strategische Ausrichtung, sich bei besonders innovativen Unternehmen zu engagieren, die bahnbrechende neue Technologien hervorbringen, sollte sich also weiterhin auszahlen.

Langfristig gute Kurschancen aufgrund niedrigerer Aktienkurse

Aus meiner Sicht bleibt abzuwarten, inwieweit den Preissteigerungen der Unternehmen ein Riegel vorgeschoben wird. Grundsätzlich dürfte die Preismacht aber eng an die Innovationskraft gekoppelt sein und hier sehe ich Biotech-Firmen klar vorne. Zudem haben sich die Bewertungen vieler Biotech-Aktien weit von ihren Höchstständen entfernt, was wiederum Möglichkeiten für Zukäufe bietet. Dabei gab es auch Positives zu berichten.

So gab Celgene positive Ergebnisse einer Phase-III-Studie zu Luspatercept bekannt. Demzufolge konnten Patienten mit myelodysplastischen Syndromen – eine Erkrankung des Knochenmarks – mit geringem bis mittlerem Risiko von dem Präparat profitieren. Zudem erhielt Gilead die Empfehlung des wissenschaftlichen Ausschusses der Europäischen Arzneimittelagentur (CHMP) für die Zulassung von Biktarvy zur Behandlung von HIV-Patienten.

BB Biotech nutzte die niedrigeren Kurse, um einige Positionen auszubauen.


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Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.