Biotech: Diese Aktien haben das größte Potenzial

Biogen Idec hat die Gewinn-Erwartungen nach einem starken 2. Quartal nach oben geschraubt. Der Umsatz legte von April bis Juni um 12% auf 2,9 Mrd. $ – und damit stärker als von uns erwartet –  zu.

Zu dem Wachstum haben sowohl die Produkte gegen Multiple Sklerose (MS) als auch gegen Hämophilie beigetragen. Der Gewinn stieg um 13% auf 1,0 Mrd. $.

Die auf Aktienrückkäufe basierte Shareholder-Value-Politik spiegelte sich in einem überproportionalen Anstieg des Gewinns pro Aktie um 22% auf 4,79 $ wider.

Unterdessen genehmigte der Aufsichtsrat ein weiteres Aktienrückkauf-Programm von 5 Mrd. $. Biogen Idec sieht sich trotz des Programms gut aufgestellt, um mögliche „strategische Optionen“ wahrzunehmen.

Finanziell steht das Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von über 50% und überschüssigen Geldmitteln von 7,3 Mrd. $ gut da. Zudem erwirtschaftet Biogen Idec einen freien Cashflow von über 3 Mrd. $ pro Jahr.

Damit besteht noch genügend Spielraum, um die Forschungs- und Produkt-Pipeline mit wertschaffenden Akquisitionen auszubauen.

Weiteres Potenzial bietet auch die bestehende Produkt-Pipeline

Von den Forschungs-Arbeiten kamen zuletzt überwiegend positive Nachrichten: Nach der jüngsten Marktzulassung von ZINBRYTA (gegen MS) in den USA und Europa könnte sich das Wachstum weiter beschleunigen.

Zudem hat Biogen Idec mit Aducanumab gegen Alzheimer ein weiteres Präparat, das bald die Marktreife erlangen könnte. Das Medikament wird derzeit von den Zulassungs-Behörden in einem beschleunigten Verfahren geprüft.

Unternehmens-Portrait

Biogen Idec ist im November 2003 aus der Fusion von Biogen und Idec Pharmaceuticals entstanden.

Der Konzern entwickelt, produziert und vermarktet biotechnisch hergestellte pharmazeutische Produkte mit Fokus auf Krebsmedikamente und die Behandlung von Immunkrankheiten.

Wichtigste Produkte sind Avonex und Tecfidera gegen Multiple Sklerose und Rituxan gegen Krebs.

BB Biotech: Kurskorrektur ist übertrieben

Im Zuge der branchenweit fallenden Kurse vieler Biotech-Aktien musste BB Biotech einen Halbjahres-Verlust von 1,2 Mrd. SFr buchen.

Die Tiefststände der Biotech-Aktien erklärt sich das Unternehmen mit den anhaltenden Diskussionen um Gesundheits-Reformen.

Darüber hinaus wurde das Portfolio durch negative Forschungs-Ergebnisse bei Ionis und Infinity belastet. Die z. T. heftigen Kurskorrekturen hält BB Biotech für übertrieben.

Im Gegensatz dazu sind die zahlreichen positiven Forschungs-Ergebnisse weitgehend ignoriert worden. Die Folge sei eine zunehmende Diskrepanz zwischen Fundamentaldaten und Aktienkursen.

Das Management räumte zwar ein, dass der zunehmende Widerstand von Krankenversicherern die Markteinführung neuer Produkte verlangsamen und Preisdämpfer zur Folge haben könnte.

Produkt-Pipeline gut gefüllt

Angesichts der zahlreichen, in der spätklinischen Forschungs-Phase befindlichen Wirkstoffe, sei aber dennoch von einer hohen Anzahl an Produkt-Zulassungen in den kommenden Jahren auszugehen.

Einige Zulassungen gab es zuletzt von Gilead und Actelion, die zusammen mit Incyte und Celgene zu den vier größten Beteiligungen (39%) gehören.

Zudem hat Radius Health kürzlich die Zulassung eines Medikamentes beantragt. Radius steht für 5% des Portfolios. Zum Portfolio gehört auch unser 5-Sterne-Wert Novo Nordisk mit einem Anteil von 4%.

Angesichts der anstehenden Produkt-Zulassungen und Forschungsdaten in den kommenden Quartalen sieht BB Biotech das Potenzial für deutlich höhere Aktienkurse.

Unternehmens-Portrait

BB Biotech beteiligt sich an den erfolgreichsten Gesellschaften und ist heute einer der weltweit größten Anleger in dieser Branche.

Der Fokus der Beteiligungen liegt auf börsennotierten Unternehmen, die sich auf die Entwicklung und Vermarktung neuartiger Medikamente konzentrieren.

Für die Selektion stützt sich BB Biotech auf die Analyse von Ärzten und Molekular-Biologen.

12. September 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

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