BIP Wachstum: Das Internet als unterschätzte Macht

Das BIP Wachstum hängt zu weit großerem Teil am Internet als bisher angenommen. Die Details der Studie gibt es hier. (Foto: crystal51 / Shutterstock.com)

Das Internet ist in den westlichen Ländern einer der stärksten Wachstumstreiber geworden, viel stärker als bislang angenommen.

In Deutschland haben Internet-Einkäufe, Investitionen in entsprechende Ausrüstungen und andere Internet-bezogene wirtschaftliche Aktivität von 2004 bis 2009 satte 24% zum BIP Wachstum beigesteuert. In Schweden waren es 33%, in den USA 15%, in Frankreich 18%.

Internet-Wirtschaft größer als Spanien

Das ergibt eine Studie, die von McKinsey für die G8-Länder  sowie Brasilien, China, Indien, Südkorea und Schweden angefertigt wurde. Demnach hat der Wert der wirtschaftlichen Tätigkeit im Internet bereits die Volkswirtschaft von Spanien überflügelt. Die Internet-Wirtschaft ist inzwischen auch größer als die globale Landwirtschaft oder die Energie.

Über die Hälfte dessen, was das Internet zum Wachstum der Gesamtwirtschaft beisteuert, sind privater Konsum, vor allem Online-Einkäufe und Werbung. Weitere 29% des Internet-Anteils am BIP Wachstum sind Investitionen privater Firmen in Server, Software und Kommunikationsausrüstung zu verdanken.

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Wichtige Job-Maschine

Mehr noch. Das Net entpuppt sich sehr dynamische Job-Maschine. Bei McKinsey hat man insgesamt 4.800 Firmen beobachtet.

Für jede dieser Firmen, die im Beobachtungszeitraum aus dem Markt ausschied, schuf das Internet 2,6 neue. Daher hält McKinsey an Topmanager einen eindringlichen Rat bereit.

“Diese Resultate legen es nahe, dass führende Manager den Chancen, die das Internet für neue Produkte und und bessere Markterschließung bietet, mehr Aufmerksamkeit zu schenken”.

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Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.

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