Bitcoin: Eine aktuelle Bestandsaufnahme der Euro-Alternative

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Erfahren Sie in diesem Artikel das Wichtigste zum Thema Bitcoin und warum Experte Rolf Morrien andere Währungs-Alternativen empfiehlt. (Foto: phongphan / Shutterstock.com)

Gestern hatte ich in München ein Lesertreffen mit dem Themenschwerpunkt Edelmetalle.

Hier hat sich wieder einmal gezeigt, dass immer mehr Anleger in Gold und Silber investieren, weil sie unserem Währungs-System nicht mehr vertrauen.

Das Vertrauen in Papier-Währungen wie Euro und US-Dollar schwindet bei vielen Menschen seit Jahren kontinuierlich.

Die Notenbanken drucken im Akkordtempo neues Geld, um damit die Wirtschaft anzukurbeln und die Inflation anzufachen.

Einige Anleger flüchten daher in die sicheren Häfen Gold (darüber habe ich hier bereits sehr ausführlich berichtet), Schweizer Franken oder Norwegische Kronen.

Mit der digitalen Währung Bitcoin tauchte vor einigen Jahren plötzlich ein „neumodischer Konkurrent“ zu den bisherigen sicheren Häfen auf.

Zuletzt wurde wieder viel über die Krypto-Währung Bitcoin geschrieben und gesprochen.

Wenn Sie meine Beiträge regelmäßig lesen, sind Sie über das Thema Bitcoin bereits recht gut informiert und kennen meine Meinung dazu.

Denjenigen unter Ihnen, die mit dem Thema noch nicht so vertraut sind, möchte ich zunächst erläutern, worum es geht, bevor ich im Anschluss auf die aktuellen Entwicklungen eingehe:

Die Definition des Begriffs Bitcoin

Meine alte Heimat-Universität, die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster, schreibt dazu:

„Bitcoin ist eine innovative Art, digitales Geld im Internet zu etablieren. Es handelt sich dabei um eine elektronische Währung, die ohne zentrale Kontroll-Instanz durch eine geschickte Kombination von Kryptografie und verteiltem Lösen schwerer Rechenprobleme sichere, unwiderrufliche Transaktionen sowie Schutz gegen Inflation erreicht.“

Der Duden definiert den Begriff Bitcoin in seiner Ausgabe „Das neue Wörterbuch für Szenesprachen“ folgendermaßen:

„Eine Form von elektronischem Geld, das dezentral auf der Basis eines Computer-Netzwerks erzeugt wird. Es verbindet Eigenschaften von Bargeld mit solchen von internationalen elektronischen Überweisungen.“

Die jüngste Entwicklung: Achterbahnfahrt

Der Wert von Bitcoins hatte sich in diesem Jahr zwischenzeitlich innerhalb von nur 2 Monaten verdreifacht, ist dann jedoch innerhalb kürzester Zeit um 30% eingebrochen.

Die extreme Preissteigerung zeigt aus meiner Sicht Anzeichen einer spekulativen Übertreibung. Der starke Anstieg war in 1. Linie von einer irrationalen Euphorie getrieben.

Die starken Wertschwankungen beim Bitcoin zeigen, dass es sich bei der Digital-Währung aktuell (leider!) v. a. um eines handelt, nämlich um ein Spekulations-Objekt.

Wenn Sie Bitcoins oder eine andere Digital-Währung erwerben, sollten Sie sich dessen unbedingt bewusst sein!

Auch sollten Sie mit erheblichen Schwankungen leben können, wenn Sie auf Bitcoins setzen.

Meine Einschätzung: Es gibt bessere Währungs-Alternativen

Ich halte die Grundidee, eine Währung zu schaffen, die völlig unabhängig von den Notenbanken ist, grundsätzlich für gut und interessant.

Doch waren mir die Risiken im Zusammenhang mit dem Bitcoin-Modell von Anfang an zu groß.

Und diese Einschätzung hat sich trotz der insgesamt positiven Wertentwicklung nach einigen Skandalen und heftigen Kursschwankungen nicht geändert.

Daher sollten Sie, wenn Sie etwa den Euro kritisch betrachten, auf andere – aus meiner Sicht bessere – Währungsalternativen setzen.

Konkrete Empfehlungen dazu finden Sie in meiner neuen Sonderstudie „Währungsalternativen“, die ich in wenigen Tagen in meinem Börsendienst „Depot-Optimierer“ veröffentlichen werde.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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