Black Friday: Mit diesem Trick sparen Sie besonders viel

Ob Black Friday oder Cyber Monday: Wir bekommen überall Rabatte und geben trotzdem mehr aus. Zahlen aus den USA zeigen: Der Preis regiert. (Foto: Sundry Photography / shutterstock.com)

Sind Sie auch froh, wenn die Sparaktionen endlich vorbei sind und sich die Konsumenten nicht mehr gegenseitig die Köpfe einschlagen müssen, nur um den günstigsten Fernseher zu bekommen?

Die Bilder, die wir jedes Jahr aus den USA sehen, zeigen die hässliche Fratze des Kapitalismus:

wenn Menschen sich um Unterhaltungs-Elektronik prügeln, als wäre es Essen und sie wären am Verhungern.

Black Friday, Cyber Monday & Co. – Der ganz normale Wahnsinn?

Der Black Friday wurde auch bei uns schon vorgezogen. Ab Donnerstag gab es schon zahlreiche Meldungen, welche Produkte bereits online reduziert wurden.

Heute ist Cyber Monday – noch einmal ein Tag, an dem Elektronik stark reduziert erhältlich ist.

Amazon feiert sogar die gesamte Woche; bis heute läuft dort das Spar-Festival unter dem Motto Cyber-Week – oder etwas weniger elegant getextet: „Cyber Monday Woche“.

Die Idee an sich ist ja nicht verwerflich. Früher mussten wir oft kurz vor Weihnachten die Läden stürmen, weil das Fest der Liebe wieder so plötzlich kam.

Danach wurde Online-Shopping immer beliebter: bequem von der Couch aus einkaufen gehen und sich alles liefern lassen.

Doch auch hier war der Faktor Zeit immer noch entscheidend. Die Postboten können sicherlich ein Lied davon singen, wie viel Spaß die Tage vor Weihnachten machen…

Black Friday und seine Kumpanen machen schon jetzt das Weihnachts-Geschäft – zumindest einen wichtigen Teil davon. Das ist auch gar nicht verkehrt.

Schließlich kann der Konsument einiges sparen, die Lager werden geräumt und die hektischen Einkäufe vor Weihnachten werden somit geteilt mit einem Abstand von 4 – 5 Wochen.

Die Leute sparen dadurch vielleicht nicht unbedingt mehr, aber immerhin wird nicht alles erst kurz vor Weihnachten gekauft.

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Zahlen aus den USA

2 Monate mit guten Umsätzen und vielen Artikeln, die das Lager verlassen, sind besser zu kalkulieren, als nur 1 oder 2 Chaos-Wochen vor Weihnachten.

Doch wer jetzt glaubt, das würde sich einigermaßen ausgleichen: weit gefehlt! In den USA ist beispielsweise der Black Friday der geschäftigste Tag in den Einkaufsläden.

Im vergangenen Jahr stürzten sich 101,7 Mio. US-Amerikaner ins Getümmel und gaben im Durchschnitt 935 US-Dollar aus.

Das ist schon nicht wenig und sollte die meisten Weihnachts-Geschenke inkludieren. Für dieses Jahr werden sogar 967 US-Dollar pro Konsument erwartet.

Der Arbeitsmarkt freut sich übrigens auch besonders. Allein für die Spartage wurden in diesem Jahr über 500.000 neue Saison-Arbeiter eingestellt.

Ein Traumjob ist das natürlich auf gar keinen Fall. Wenn Sie sich einmal Videos ansehen, wie die Konsumenten in den USA die Läden stürmen – wer möchte da schon Verkäufer sein!?

Doch es gibt Arbeit, und für die kurze Zeit ist die Belastung vielleicht erträglich. Wenn wir da an die Bedienungen auf dem Oktoberfest denken…

Besonders viel sparen

Den besten Trick habe ich dieses Jahr angewandt: einfach einmal nichts gekauft. Doch wer tatsächlich etwas braucht, sollte sich die passenden Apps herunterladen.

Die großen Versandhäuser wie Amazon, Otto und dergleichen informieren ebenfalls per Newsletter über besondere Aktionen.

Es gibt teilweise im Geschäft auch noch Handlungs-Spielraum. Die Manager müssen Umsatz machen. Wenn die Konkurrenz den Artikel günstiger anbietet, werden die sicher mit sich reden lassen.

Es geht darum, den Kunden das Geld abzunehmen, weil die sowieso kaufen werden. Da ist es wichtiger, dass es nicht bei der Konkurrenz geschieht.

Also kann Frechheit siegen, und Sie dürfen ruhig einmal fragen, ob da noch etwas zu machen ist – selbst wenn bereits 50% nachgelassen wurde!


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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.