BMW bleibt nach guten Zahlen auf Rekordkurs

Während viele Massen-Hersteller nur mit hohen Absatzzahlen und Zuwächsen beim Umsatz glänzen, gelingt dies dem deutschen Premium-Autobauer BMW derzeit auch beim Gewinn.

Bei BMW lautet das Motto: Profitabilität vor Größe. Das machte sich auch in den in dieser Woche vorgelegten Quartalszahlen deutlich bemerkbar.

Starke Quartalszahlen

BMW verkaufte im zurückliegenden 2. Quartal 2016 insgesamt 605.534 Fahrzeuge. Das bedeutet einen neuen Rekord auf Quartals-Basis.

Alle 3 BMW-Automobil-Marken vermeldeten zudem einen Umsatz-Anstieg im Vergleich zum Vorjahres-Quartal:

  • Mini verkaufte 96.587 Einheiten und steigerte den Umsatz um 5,4%,
  • BMW verkaufte 507.814 Einheiten und legte beim Umsatz um 5,7% zu,
  • Rolls-Royce verkaufte 1.133 Einheiten und konnte damit den Umsatz sogar um 14,7% verbessern.

Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass BMW im Automobil-Segment eine operative Gewinn-Marge von 9,5% erzielen konnte. Im Vorjahres-Quartal lag dieser Wert noch bei 8,4%.

Zu Ihrer Orientierung: Operative Gewinn-Margen, die fast an 10% heranreichen, sind ein herausragender Wert in dieser Branche.

Für den starken Umsatz-Zuwachs in der gesamten Automobil-Sparte von BMW waren v. a. das starke Wachstum in Europa und solide Geschäfte in China verantwortlich.

Der Umsatz der 3 Auto-Marken des BMW-Konzerns kletterte in Europa um 12,8% im Vergleich zum Vorjahr. Starke Zuwächse verzeichneten u. a. Deutschland (+11,2%) und Großbritannien (+10,9%).

Aber auch in China hat sich BMW gut geschlagen; die Automobil-Marken legten im Reich der Mitte im Vergleich zum Vorjahr um 4,3% zu und brachten 120.650 Fahrzeuge an den Mann.

Nicht so gut lief es dagegen in den USA; dort war der Absatz von BMW auch im 2. Quartal rückläufig.

Jahres-Prognose nach guten Zahlen bestätigt

Nach den sehr guten Quartalszahlen bestätigte BMW seine bisherigen Prognosen. Das Unternehmen erwartet noch immer, eine operative Gewinn-Marge im Automobil-Segment von 8 bis 10% zu erreichen.

Absatz und Gewinn sollen im Vergleich zum Vorjahr „leicht“ steigen. Es wird weiterhin mit einem starken Wachstum in Europa und einem moderaten Wachstum in Asien gerechnet.

Damit sollen Nachfrage-Schwächen in Nord- und Südamerika kompensiert werden. Zur Strategie von BMW äußerte sich Vorstands-Chef Harald Krüger wie folgt:

„Wir sind überzeugt, dass nachhaltiges Wachstum mehr bedeutet, als nur die Nr. 1 bei Umsatz und Absatz-Volumen zu sein – insbesondere jetzt, wo Akteure im Premium-Segment vermehrt auf Preisnachlässe setzen, um sich Wettbewerbs-Vorteile zu verschaffen.“

Mein Fazit

BMW ist nicht nur im Jahr 2016 gut aufgestellt, sondern auch für die Zukunft gewappnet. Daher ist die BMW-Aktie auf dem aktuellen Kursniveau definitiv einen Blick wert.

Das spannende Prestige-Duell BMW gegen Daimler führt bei beiden Premium-Herstellern zu Bestleistungen. Angesichts der Rekordzahlen sind auch beide Aktien für „Dividendenjäger“ attraktiv.

5. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Rolf Morrien. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt