BMW: Rekordergebnis zum 100. Geburtstag

Am Montag dieser Woche feierte der Münchner Autoriese BMW seinen 100. Geburtstag und beschenkte sich und seine Aktionäre anlässlich dieses Jubiläums. Sich selbst schenkte der Premiumautobauer BMW ein Rekordergebnis und seinen Aktionären eine Rekorddividende.

Der Konzern meldete am heutigen Mittwoch, dass das Vorsteuerergebnis (EBT) im vergangenen Jahr bei 9,224 Mrd. Euro lag und den Vorjahreswert somit um 5,9% übertraf. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 6,396 Mrd. Euro übrig. Das sind 10% mehr als im Vorjahr und mehr als die Analysten zuvor im Durchschnitt erwartet hatten.

Auch bei der Rendite in der Kernsparte Automobile übertraf BMW die Erwartungen: Während die Analysten im Schnitt mit rund 8,8% gerechnet hatten, ging die Marge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) im Pkw-Geschäft von 9,6 auf lediglich 9,2% zurück.

Damit lagen die Münchner im Jahr 2015 vor Konkurrent Audi mit einer Rendite von 8,3% und hinter Daimlers Pkw-Sparte mit 10,0%.

BMW belohnt seine Aktionäre mit Rekorddividende

An dem Rekordergebnis sollen auch die BMW-Aktionäre teilhaben. Daher schüttet BMW auch eine Rekorddividende aus. BMW-Stammaktionäre erhalten eine Dividende von 3,20 Euro je Aktie und die Vorzugsaktionäre erhalten 3,22 Euro je Aktie. Im Vorjahr schütteten die Münchner 2,90 Euro je Stammaktie und 2,92 Euro je Vorzugsaktie aus.

Aus der Rekorddividende, die BMW in diesem Jahr ausschüttet, ergeben sich folgende Dividendenrenditen: BMW-Stammaktionäre können sich über eine Dividendenrendite von gut 4% freuen und die Vorzugsaktionäre aufgrund der etwas höheren Ausschüttung und des niedrigeren Kurses der Vorzugsaktie sogar über eine Rendite von knapp 5%.

Die größten Profiteure der hohen Ausschüttung sind die BMW-Großaktionäre um die Familie Quandt, die sich in Summe über eine Dividende von rund 900 Mio. Euro freuen können. Diese Größenordnung ist keine Überraschung, denn die Quandts halten zusammen fast die Hälfte aller BMW-Stammaktien.

Die Geschichte von BMW in Kurzform

Abschließend möchte ich Sie im Schnelldurchgang mit durch die Geschichte von BMW nehmen. Denn der 100. Geburtstag dieses Traditionsunternehmens ist aus meiner Sicht die perfekte Gelegenheit dafür.

BMW wurde mitten im 1. Weltkrieg, am 7. März 1916, in München als die Bayerischen Flugzeugwerke gegründet und später in Bayerische Motoren Werke (BMW) umbenannt. Das Unternehmen konzentrierte sich zunächst auf den Bereich der Luftfahrt und später auf Motorräder. Im Jahr 1923 baute BMW sein erstes Motorrad.

Das erste Auto baute BMW im Jahr 1928. Heute ist der Automobilkonzern Weltmarktführer bei Oberklassefahrzeugen und setzt gut 80 Mrd. Euro jährlich um. Im vergangenen Jahr waren rund 116.000 Mitarbeiter beim BMW-Konzern beschäftigt.

Meine Einschätzung zu BMW: Ich halte die in diesem Jahr erfolgten Kursabschläge – sowohl bei der Stamm- als auch bei der Vorzugsaktie von BMW – für übertrieben. Wenn Sie auf der Suche nach einer dividendenstarken Aktie sind und zwischenzeitliche Kursschwankungen aussitzen können, sind beide Aktiengattungen von BMW definitiv einen Blick wert.

9. März 2016

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Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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