BMW setzt auf 3-D-Druck in der Produktion

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Lesen Sie jetzt unter anderem wie und warum der deutsche Autobauer BMW in der Produktion auf innovative 3-D-Druck-Verfahren setzt. (Foto: Semmick Photo / shutterstock.com)

Gestern habe ich Ihnen an dieser Stelle von einigen neuen Trends der Shanghai Auto Show berichtet und von einigen aktuellen Zahlen rund um die Automobilbranche. Ein weiterer neuer Trend ist der Einsatz von 3-D-Druck-Technologien in der Produktion von Automobilen. Das ist unser heutiges Thema hier im Schlussgong.

In der gestrigen Schlussgong-Ausgabe haben Sie bereits erfahren, dass die deutschen Autokonzerne besonders viel Geld in  Forschung und Entwicklung (F&E) investieren und dass BMW von allen relevanten Autobauern weltweit derjenige Autobauer ist, der die höchste Quote aufweist. Diese lag zuletzt bei 5,5%.

BMW investiert nicht nur in alternative Antriebstechnologien (E-Mobilität, Brennstoffzellen bzw. Wasserstoffantriebe) und selbstfahrende Autos, sondern auch in 3-D-Druck-Technologien im Zusammenhang mit der Produktion von Automobilen.

3-D-Druck spart nicht nur Kosten ein

Konkret: Ende März dieses Jahres fand in München eine Kick-off-Veranstaltung des Verbundprojekts IDAM statt, die dem Additive Manufacturing (auch bekannt als 3-D-Druck) den Weg in die automobilen Serienprozesse ebnen soll.

Die Koordination des Forschungsprojektes Industrialisierung und Digitalisierung von Additive Manufacturing (AM) für automobile Serienprozesse – IDAM übernimmt dabei der BMW-Konzern. Zu den Projektpartnern zählen neben verschiedenen Forschungseinrichtungen auch mehrere Unternehmen.

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Gefördert wird das Projekt vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das Ziel von IDAM ist es, den 3-D-Druck in der automobilen Serienfertigung salonfähig zu machen und damit den Produktionsstandort Deutschland zu stärken.

Durch die Integration des metallischen 3-D-Drucks in die konventionellen Fertigungslinien der Automobilindustrie ermöglicht es IDAM, kosten- sowie zeitintensive Prozesse abzulösen und ohne Mehraufwand Produkte zu individualisieren. Darüber hinaus setzt BMW, wie eingangs schon erwähnt, auch auf andere Innovationen.

BMW kooperiert mit US-Batteriefirma

In den vergangenen Tagen war zu lesen, dass der deutsche Autobauer Daimler sich für 100 Mio. US-Dollar 10% an dem US-amerikanischen Batteriehersteller Sila Nanotechnologies gesichert haben soll. Sila Nano entwickelt Materialien für Lithium-Ionen-Batterien. Durch den Einsatz von Silizium soll die Energiedichte, und damit die Reichweite, gesteigert werden.

Sila arbeitet im Autobereich (daneben wird auch die Elektronikindustrie adressiert) schon seit 2018 mit BMW zusammen. Gemeinsam mit den beiden Autobauern Daimler und BMW soll die innovative Technologie des Unternehmens in den nächsten Jahren auf den Markt gebracht werden. BMW hat also auch in diesem Bereich einen Fuß in der Tür.

Abschließend kann ich meine Einschätzung von gestern nur wiederholen: Unter dem Strich ist es um die deutschen Autobauer (und hier explizit auch BMW) und Zulieferer meines Erachtens nach wie vor besser bestellt als ein Blick auf die Aktienkurse dieser Unternehmen vermuten ließe.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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