BMW setzt auf Batterie und Wasserstoff

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Der Münchner Premium-Autobauer setzt auf E-Mobilität und Brennstoffzelle. Ich begrüße diesen Schritt und bewerte die BMW-Aktie positiv. (Foto: Yuri Kabantsev / Shutterstock.com)

Der deutsche Premium-Autobauer BMW hat große Ziele: Das Unternehmen will innerhalb der nächsten 10 Jahre 7 Mio. (!) Elektroautos verkaufen. Davon etwa zwei Drittel mit vollelektrischem Antrieb. Im vergangenen Jahr hatten bereits 146.000 der 2,5 Mio. verkauften BMW-Fahrzeuge einen Elektroantrieb, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Daneben setzen die Münchener aber auch auf Wasserstoff und haben angekündigt, im Jahr 2022 die zweite Generation des Brennstoffzellen-Antriebs in einer Kleinserie im Markt zu testen. Doch der Reihe nach. Blicken wir zunächst auf die E-Auto-Strategie von BMW.

25 elektrifizierte Modelle bis 2023

BMW hat angekündigt, bis 2023 zunächst 25 elektrifizierte Modelle anbieten zu wollen. Die eine Hälfte vollelektrisch, die andere als Hybrid mit Benzinmotor oder Diesel zusammen mit einem E-Motor. Hintergrund sind EU-Vorgaben. BMW und die anderen Autohersteller müssen ihren CO2-Ausstoß bis 2030 (verglichen mit 2021) um 37,5% verringern.

Dabei gelten Durchschnittswerte, die die Autobauer für ihre gesamte Flotte einhalten müssen. Heißt: Pro verkauftem Auto mit Verbrennungsmotor müssen zukünftig immer mehr E-Autos oder Hybride verkauft werden. Sonst können die Grenzwerte nicht eingehalten werden.

Positiv ist, dass sich das BMW-Management auch an den Zielen messen lassen will. Wir werden Jahr für Jahr über unsere Fortschritte berichten und uns an diesen Zielen messen lassen. Das wird auch in die Vergütung von Vorstand und Top-Management einfließen, so BMW-Chef Oliver Zipse.

Neuer Wasserstoff-Antrieb ab 2022

Neben dem E-Antrieb setzt BMW auch auf Wasserstoff: Das Unternehmen will ab 2022 im BMW i Hydrogen Next basierend auf dem aktuellen X5 die zweite Generation des Brennstoffzellen-Antriebs in einer Kleinserie testen.

Das hat BMW im Rahmen eines Besuchs von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier im Wasserstoff-Kompetenzzentrum des Unternehmens angekündigt. Anders als VW-Chef Herbert Diess hatte sich BMW-Chef Oliver Zipse in der Vergangenheit nicht auf den E-Motor als Antriebstechnologie der Wahl festgelegt.

Vielmehr zeigte sich Zipse immer technologieoffen und betonte auch die Vorzüge des Wasserstoffs. Wichtig seien dabei aber die Rahmenbedingungen. Je nachdem, wie sich die Rahmenbedingungen entwickeln, hat die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie das Potenzial, eine weitere Säule im Antriebsportfolio der BMW Group zu werden, so Zipse.

Die Politik ist meines Erachtens sowohl in Deutschland als auch EU-weit gewillt, die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Das zeigen die kürzlich verabschiedete nationale Wasserstoff-Strategie und die Wasserstoff-Strategie der Europäischen Union.

Allein die Bundesregierung hierzulande verspricht 7 Mrd. Euro für Grünen Wasserstoff. Davon wird auch BMW profitieren. Nicht nur, aber auch deshalb finde ich die sehr günstig bewertete BMW-Vorzugsaktie nach wie vor attraktiv.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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