BMW überrascht positiv

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Der Premium-Autobauer BMW überraschte mit den jüngsten Zahlen positiv und stellt die Weichen für die Zukunft. (Foto: Semmick Photo / shutterstock.com)

Gestern hat der deutsche Premium-Autobauer BMW vorläufige Zahlen für das 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Der freie Cashflow (Mittelzufluss) im Automobil-Segment lag bei 3,07 Mrd. Euro und damit deutlich über dem Vergleichswert aus dem Vorjahr (714 Mio. Euro). Auch die Markterwartung wurde damit übertroffen.

Zu der positiven Überraschung trug insbesondere eine rasche Erholung in mehreren Märkten bei, die zu einem höheren Absatzwachstum geführt hat. Zudem konnten durch eine fokussierte Steuerung zahlreiche Positionen des betriebsnotwendigen Vermögens optimiert sowie Fixkosten und Investitionsausgaben weiter gesenkt werden, teilte das Unternehmen mit.

Darüber hinaus hat das BMW-Management die bisherigen Ergebnisprognosen für die Segmente und den Gesamtkonzern bestätigt. Nachdem wir kurz auf das 3. Quartal geblickt haben, möchte ich nun noch mit Ihnen auf die Zukunft von BMW schauen.

BMW gibt bei E-Mobilität mächtig Gas

Bei BMW tat sich in Sachen E-Mobilität zuletzt einiges und es wird sich noch mehr tun. Konzernchef Oliver Zipse sagte bei der Eröffnung der neuen Batterie- und E-Motorenfabrik in Dingolfing: „Schon 2022 werden wir allein in Dingolfing E-Antriebe für über eine halbe Million elektrifizierte Fahrzeuge pro Jahr fertigen können.”

Damit würde sich BMW zu einem Tesla-Jäger aufschwingen. In den ersten 5 Monaten dieses Jahres hat BMW trotz des langen Marktstillstandes durch Corona bereits mehr elektrifizierte Fahrzeuge ausgeliefert als im gesamten Jahr 2019. Schon im kommenden Jahr sollen 25% aller in Europa verkauften BMW Hybrid-Fahrzeuge oder E-Autos sein.

Die neue Generation der E-Antriebe von BMW hat stärkere Batterien und fasst E-Motor, Leistungselektronik und Getriebe in einem Gehäuse zusammen, wodurch die Wertschöpfung im Unternehmen laut eines BMW-Sprechers ähnlich hoch ist wie bei einem Verbrennungsmotor.

Die Münchner setzen auch auf Wasserstoff

BMW setzt aber nicht nur auf reine E-Mobilität, sondern auch auf eine Kombination aus E-Antrieb und Wasserstoff. Auf der Hannover Messe hat BMW schon vor einigen Jahren in Kooperation mit Partnern ein Konzept für die emissionsfreie Elektromobilität vorgelegt.

Ab 2022 will BMW mit dem Modell i Hydrogen Next basierend auf dem aktuellen X5 die zweite Generation des Brennstoffzellen-Antriebs in einer Kleinserie testen. Anders als VW-Chef Herbert Diess hatte sich BMW-Chef Oliver Zipse in der Vergangenheit nicht auf den E-Motor als Antriebstechnologie der Wahl festgelegt.

Vielmehr zeigte sich Zipse immer technologieoffen und betonte auch die Vorzüge des Wasserstoffs. Wichtig seien dabei aber die Rahmenbedingungen. „Je nachdem, wie sich die Rahmenbedingungen entwickeln, hat die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technologie das Potenzial, eine weitere Säule im Antriebsportfolio der BMW Group zu werden“, so Zipse.

Aus meiner Sicht ist die dividendenstarke BMW-Vorzugsaktie, die sich auch auf der Empfehlungsliste meines Börsendienstes „Der Depot-Optimierer“ befindet, verglichen mit der Tesla-Aktie deutlich unterbewertet und damit einen Blick wert.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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