BMW: Zukunft und Gegenwart

Lesen Sie in diesem Beitrag von den Plänen von BMW rund um das Thema Elektro-Mobilität und wie die jüngsten Zahlen von BMW ausgefallen sind. (Foto: Yuri Kabantsev / Shutterstock.com)

Vielleicht haben Sie es mitbekommen:

Vor Kurzem hatte der US-amerikanische Elektroautobauer Tesla in Sachen Börsenwert den deutschen Traditions-Konzern BMW überholt.

Falls Sie es nicht mitbekommen hatten, sei Ihnen versichert, dass Sie sich gerade nicht verlesen haben!

Tesla hat im 1. Quartal dieses Jahres 25.000 Autos an den Mann oder die Frau gebracht.

Und in Sachen Börsenwert hat man den Autobauer BMW, der im 1. Quartal 2017 587.000 PKWs verkaufte, überholt – verrückt, oder!?

Zumal BMW seit Jahrzehnten erfolgreich am Markt und weltweit bekannt ist. Darüber hinaus erzielt BMW seit Jahren Milliarden-Gewinne.

Tesla hat von der Gründung des Unternehmens bis heute noch nicht einen einzigen US-Dollar verdient.

BMW startet Elektro-Offensive

Dafür baut Tesla zukunftsträchtige Elektroautos und BMW nicht, oder?

Die Antwort: BMW baut sogar schon seit einiger Zeit Elektroautos und will demnächst eine große Offensive in diesem Bereich starten.

So wird man beispielsweise im September dieses Jahres auf der Branchenmesse IAA eine elektrische Version der 3er-Reihe vorstellen.

Das ist, wenn Sie so wollen, eine Kampfansage an Tesla und sein Model 3:

Der elektrische 3er von BMW soll mind. eine Reichweite von 400 km aufweisen und damit mit 1 Akkuladung mind. so weit kommen wie das Model 3 von Tesla.

Und der Elektro-Plan von BMW-Chef Harald Krüger geht noch weiter: Neben der 3er-Reihe sollen bis 2020 auch der Geländewagen X3 und die Kleinwagen-Marke Mini elektrische Antriebe erhalten.

Ab 2021 soll dann jedes Auto in jedem Werk auch mit Elektro-Antrieb gebaut werden können. 2025 will BMW 600.000 Stromautos verkaufen.

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BMW-Pläne reaalistischer als die des Konkurrenten Tesla

Ich halte die Pläne von BMW hinsichtlich der Verkaufszahlen für sehr viel realistischer als die Pläne des US-Konkurrenten Tesla.

Hinzu kommt, dass Tesla im Prinzip seit dem Börsengang nicht eine einzige Prognose einhalten konnte.

Neben elektrisch angetriebenen Autos setzt BMW auch auf Motorräder und Busse mit Elektro-Antrieb; Letzteres übrigens erst seit Kurzem.

Erst vor wenigen Tagen erklärten die Münchner, über ihre Risikokapitaltochter „i Ventures“ beim US-Bus-Produzenten Proterra mitzumischen.

Das kalifornische Start-up, das von einem ehemaligen Tesla-Manager geführt wird, hat sich auf Busse mit reinem Elektro-Antrieb spezialisiert.

Laut Eigenangaben hat Proterra bereits 400 seiner Elektrobusse an Städte wie Dallas und Philadelphia verkauft.

Zahlen und Ausblick

Bevor ich morgen im 2. Teil dieser kleinen Serie auf weitere Zukunfts-Themen von BMW eingehe, möchte ich Ihnen jetzt noch einen kurzen Überblick über die jüngsten Zahlen des Konzerns geben:

Im 1. Quartal dieses Jahres steigerte BMW den PKW-Absatz von 558.000 auf 587.000 Stück und den Umsatz von 20,85 auf 23,45 Mrd. €.

Der operative Gewinn (EBIT) stieg von 2,46 auf 2,65 Mrd. € und der Nettogewinn legte sogar von 2,37 auf 3,01 Mrd. € zu. Das ist ein Plus von satten 27%.

Daran sehen Sie:

BMW fährt aktuell noch sehr gut damit Autos mit herkömmlichen Verbrennungs-Motoren zu produzieren und zu verkaufen – und damit den erforderlichen Technologiewechsel zu finanzieren.

Doch auch für die Zukunft sind die Bayern gewappnet, wie Sie heute bereits erfahren konnten. Mehr zu deren Zukunft erfahren Sie, wie bereits geschrieben, morgen im 2. Teil.

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Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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