Boeing vs. Airbus – Der Wettbewerbsdruck erhöht sich

Boeing konnte an den Rekord-Umsatz des Vorjahres nicht anknüpfen; der Umsatz ging leicht um 1,6% auf 94,6 Mrd. $ zurück.

Die Profitabilität lag leicht unter dem Vorjahres-Niveau, während sich der Cashflow positiv entwickelte. Unterm Strich ist der Gewinn um 5,4% auf 4,9 Mrd. $ gesunken.

Trotz des Gewinn-Rückgangs wurde die Dividende kräftig erhöht; pro Anteilsschein schüttete Boeing 4,69 $ aus, was einem Anstieg von 22,8% entspricht.

Zusätzlich wurden weitere Milliarden im Zuge des laufenden Aktienrückkauf-Programms in die Hand genommen. Als Folge ging das Eigenkapital deutlich zurück.

Boeings Eigenkapitalquote fällt unter 1%

Mit 877 Mio. $ verfügt Boeing über eine Eigenkapitalquote von nur noch 0,97%.

Die Umsatz-Entwicklung im 1. Quartal 2017 war ebenfalls rückläufig und ist auf den hohen Wettbewerbsdruck zurückzuführen.

Während sich die Absatzzahl der Helikopter erhöht hat, ging der Umsatz zurück. Der Gewinn stieg dennoch um 27,9% auf 2,34 $ pro Aktie.

Das lag zum einen an dem Aktienrückkauf-Programm und zum anderen an Effizienz-Steigerungen und erfolgreichen Kosten-Senkungen.

Boeing arbeitet derzeit an dem pilotenlosen Cockpit

Autonome Technologie soll somit auch die Flugbranche revolutionieren. Im laufenden Jahr sollen erste Tests beginnen.

2018 soll eine künstliche Intelligenz bereits eigenständige Entscheidungen anstelle von Piloten treffen und Flugzeuge steuern können.

Darüber hinaus möchte Boeing zukünftig verstärkt im Ersatzteil-Geschäft mitmischen.

Aktuell bietet Boeing nur für 7% der 10.000 betriebenen Passagier-Flugzeuge Ersatzteile und Service an.

Boeing: Ein Unternehmens-Porträt

Boeing ist neben Airbus der weltweit größte Hersteller kommerzieller Flugzeuge.

Daneben ist der Konzern in den Bereichen Raumfahrt und Verteidigung (Herstellung von Raketen- und Satelliten-Systemen, Militär-Flugzeugen und Helikoptern) tätig.

Service-Leistungen für die zivile Luftfahrt runden das Angebot ab. Hauptabsatzmärkte sind die USA, Asien und Europa.

Der Militär-Transporter A400M machte Airbus im vergangenen Jahr einen Strich durch die Rechnung

Während der Umsatz um 3,3% auf den Rekordwert von 66,6 Mrd. € gestiegen ist, brach der Gewinn um 63,1% auf 995 Mio. € ein.

Bereinigt um Sondereffekte entwickelte sich das Ergebnis positiv. Die Dividende wurde um 3,8% auf 1,35 € pro Aktie angehoben.

Nachdem sich die Auslieferung des A400M deutlich verzögert hatte, kämpft Airbus jetzt mit Qualitäts-Problemen:

7 der 8 an die Deutsche Bundeswehr gelieferten Militär-Transporter sind aktuell nicht einsatzfähig.

Getriebe- und Fahrwerkss-Schäden, aber auch defekte Cockpit-Scheiben werden von den Kunden gemeldet.

Das A400M-Programm kostete Airbus im vergangenen Jahr 2,2 Mrd. €.

Auch Airbus kämpft mit einer sinkenden Eigenkapitalquote

Da die Dividende dennoch erhöht wurde, fiel die Eigenkapitalquote von 5,6 auf 3,3%.

Airbus möchte im laufenden Jahr mit Kunden über neue Lieferzeiten und -verträge verhandeln, um das Risiko aus dem Programm zu reduzieren.

Positiv entwickelt sich der Auftrags-Eingang für die A312ceo.

Die Fluglinie Wizz Air bestellte kürzlich weitere 10 Maschinen im Wert von 1,16 Mrd. $. Bis 2024 möchte Wizz Air insgesamt 140 A312ceo erwerben.

Bis Ende des Jahres möchte Airbus darüber hinaus den Prototypen einer autonom fliegenden Taxidrohne vorstellen.

Unter dem Projektnamen „Vahana“ arbeitet Airbus an einem VTOL-Flugzeug (Vertical Take-Off and Landing), das den Nahverkehr revolutionieren soll.

Das laufende Jahr wird zeigen, ob Airbus die Probleme mit dem A400M-Programm lösen kann.

Airbus: Ein Unternehmens-Porträt

Airbus Group (ehemals EADS) ist neben Boeing der weltweit bedeutendste Hersteller von Zivil-Flugzeugen und gehört zu den führenden Raumfahrt- und Rüstungs-Konzernen.

Die Airbus Group entwickelt und produziert:

  • Airbus-Flugzeuge,
  • Ariane-Raketen
  • und Satelliten,
  • Eurofighter-Kampfflugzeuge,
  • Eurocopter-Hubschrauber
  • und Euromissile-Lenkwaffen.

Aktienstudie
Zum Jahresstart in diese 3 Werte investieren

Wer 2017 noch nicht zugeschlagen hat, sollte diese Werte spätestens zum Jahresstart 2018 ins Depot überführen. Wir erklären, welche 3 Werte Sie jetzt brauchen, um erfolgreich ins neue Jahr zu starten und satte Gewinne zu realisieren.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "3 Top-Aktien 2018" GRATIS zu sichern! ➜


7. August 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Volker Gelfarth. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt