Börse: Ausblick auf die aktuelle Berichts-Saison

2 Faktoren sorgen dafür, dass deutsche Investoren am Aktienmarkt aktuell zurückhaltend agieren:

Die Investoren warten auf einen möglichen Strategiewechsel der Europäischen Zentralbank (EZB) und auf die Halbjahres-Zahlen der Unternehmen.

Optimistischer Ausblick auf die neue Berichts-Saison

Meine Prognose: Die EZB wird keinen radikalen Kurswechsel vornehmen und die Firmen werden mehrheitlich gute Umsatz- und Gewinnzahlen veröffentlichen.

Die aktuelle Berichts-Saison, in der die deutschen Konzerne ihre Halbjahres-Zahlen und ihre Zahlen für das 2. Quartal des Geschäftsjahres 2017 veröffentlichen, hat vor wenigen Tagen begonnen.

Aktuell spricht vieles dafür, dass wir unter dem Strich eine erfreuliche Berichts-Saison erleben werden.

Denn bislang haben nur sehr wenige Betriebe geschwächelt und ihre Prognosen für das laufende Jahr nach unten angepasst.

Demgegenüber stehen mehrere Prognose-Anpassungen nach oben. So hat gestern z. B. der DAX-Konzern Lufthansa seine Prognose für das Gesamtjahr nach oben geschraubt.

Gute Konjunkturdaten beflügeln

Ein weiterer Grund dafür, dass ich mit einer unter dem Strich positiven Berichts-Saison rechne, ist dieser:

Im 1. Halbjahr 2017 haben wir sowohl in Europa als auch global ein positives konjunkturelles Umfeld gesehen.

Das bedeutet: Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmen waren durchaus positiv.

Und es spricht vieles dafür, dass die Firmen hierzulande unter dem Strich auch im 2. Halbjahr 2017 gute Geschäfte machen werden.

Und somit werden wir wohl auch weiterhin steigende Aktienkurse sehen – wenn auch vielleicht etwas weniger stark als im 1. Halbjahr.

Zwar haben sich zuletzt einige Konjunktur-Frühindikatoren leicht eingetrübt und auch der wiedererstarkte Euro belastet etwas (v. a. die Exportwerte).

Doch bleibt 1. das konjunkturelle Umfeld auch in den kommenden Monaten freundlich und 2. ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar immer noch deutlich günstiger als noch vor ein paar Jahren.

Kommen wir nun wieder zurück zu den Konzernzahlen:

Ich hatte Ihnen bereits geschrieben, dass die aktuelle Berichts-Saison bislang wenige negative Überraschungen mit sich brachte.

Eine davon ist die Gewinn-Warnung des im MDax notierten Automobil- und Industrie-Zulieferers Schaeffler.

Negativ-Beispiel Schaeffler

Schaeffler hatte bereits im Juni eine Gewinn-Warnung für das laufende Jahr veröffentlicht (Gewinn-Prognose für 2017 gekürzt).

Nun legte man gestern vorläufige Zahlen für das 1. Halbjahr 2017 vor:

Schaeffler steigerte seinen währungsbereinigten Umsatz von Januar bis Juni um 3,8% auf 7 Mrd. €.

Der operative Gewinn vor Sondereffekten (bereinigtes EBIT) beläuft sich auf 780 Mio. € (nach 859 Mio. € im Vorjahres-Zeitraum).

Auf dieser Basis ergibt sich eine EBIT-Marge vor Sondereffekten von 11,1% (Vorjahr: 12,8%).

Zusammenfassung und Ausblick

Auf Basis der zuletzt schwächelnden Ergebnis-Entwicklung hat Scheffler, wie bereits geschrieben, bereits im Juni die eigene Ergebnis-Prognose für das laufende Jahr nach unten angepasst.

Wie ich Ihnen aber ebenfalls schon geschrieben habe, ist Schaeffler bislang eine von wenigen negativen Ausnahmen in der aktuellen Bericht-Ssaison.

Ich rechne mit überwiegend guten Zahlen und positiven Überraschungen.

Fazit

Daher ist es aus meiner Sicht aktuell kein guter Zeitpunkt, sich in größerem Stil von deutschen Aktien zu trennen.

Das gilt auch, obwohl ein DAX-Stand von über 12.000 Punkten vielleicht bei einigen von Ihnen das Bedürfnis nach Gewinn-Mitnahmen wecken könnte.

Meine Empfehlung: Warten Sie erst die Halbjahres-Zahlen ab und entscheiden dann, wie und wann Sie Ihr Aktien-Depot umschichten!

Ich werde in Sachen aktueller Berichts-Saison für Sie weiterhin am Ball bleiben und hier an dieser Stelle regelmäßig über die Zahlen der Unternehmen schreiben.


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19. Juli 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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