Börse Schweiz: Lindt & Sprüngli profitiert vom Osterfest

Heute nach Handelsschluss beginnt an der heimischen Börse die kurze Osterpause.

Oster-Geschäft für Süßwaren-Produzenten wichtiger als Weihnachts-Geschäft

Was viele von Ihnen wahrscheinlich nicht wissen, ist, dass das Oster-Geschäft für die meisten Süßwaren-Produzenten sogar noch wichtiger ist als das Weihnachts-Geschäft.

Einer der großen Profiteure des Osterfestes ist der Schweizer Schokoladen-Spezialist Lindt & Sprüngli.

Ostern ist – genau wie Weihnachten – aus Sicht der betroffenen Unternehmen ein Fest des Konsums und bringt vor allem die Kassen der Süßwaren-Produzenten zum Klingeln.

Während an Weihnachten besonders die Schokolanden-Weihnachtsmänner gefragt sind, stehen an Ostern die Schokoladen-Osterhasen hoch im Kurs.

Allerdings haben zum Osterfest auch Schokoladen-Ostereier und sonstige Süßwaren Hochkonjunktur.

Lindt & Sprüngli verkauft seine Süßwaren zwar ganzjährig mit großem Erfolg, erzielt jedoch jedes Jahr rund 15 – 20% seines Umsatzes mit dem Oster-Verkauf.

Die Anfänge von Lindt & Sprüngli

Die Ursprünge von Lindt & Sprüngli liegen in den beiden Schokoladen-Manufakturen von Rudolf Sprüngli in Horgen und Rodolphe Lindt in Bern.

Rudolf Sprüngli Junior übernahm die Firma seines Vaters im Jahr 1891. 1 Jahr später wurde die Confiserie Sprüngli dann als eigenes Unternehmen ausgegliedert.

Im Jahr 1899 baute Rudolf Sprüngli die Fabrik in Kilchberg und wandelte die Firma noch im selben Jahr in eine Aktiengesellschaft um.

Bald darauf übernahm die Chocolat Sprüngli AG die Berner Schokoladen-Manufaktur von Rodolphe Lindt mitsamt dem Patent für dessen Conchier-Verfahren.

Daraus resultierend war die Aktiengesellschaft Vereinigte Berner und Zürcher Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli geboren.

Im Jahr 1986 erfolgte schließlich der Börsengang von Lindt & Sprüngli, der frisches Kapital brachte und damit den Grundstein für die internationale Expansion legte.

Im Jahr 1989 erfolgte die Inbetriebnahme des Produktions- und Verwaltungs-Gebäudes in Stratham, New Hampshire, in den USA.

1997 wurde die italienische Gesellschaft „Caffarel“ in Turin gekauft, sowie eine Lindt & Sprüngli Company in Sydney gegründet.

Anfang 1998 folgte die Akquisition der „Ghirardelli Chocolate Company“ in San Francisco, der ältesten amerikanischen Schokoladen-Fabrik.

Weitere Tochterfirmen finden sich mittlerweile in Hongkong, Mexiko, Polen, Schweden und Spanien.

Der Höhepunkt der Übernahme-Serie erfolgte im Jahr 2014 mit dem Kauf des US-Konkurrenten Russel Stover.

Damit gehört Lindt jetzt auch im wichtigen US-Markt zu den Marktführern im Premium-Bereich.

Starkes Wachstum und hohe Dividende

Das Geschäft von Lindt & Sprüngli entwickelt sich seit Jahrzehnten sehr solide:

Im Jahr 1997 (also vor 20 Jahren) lag der Gewinn bei 69,7 Mio. Schweizer Franken (CHF). Seither ist er jedes Jahr kontinuierlich gestiegen.

Im Jahr 2016 lag der Gewinn von Lindt & Sprüngli schließlich schon bei 419,70 Mio. CHF und ist damit in nur 19 Jahren um mehr als 500% gestiegen.

Daneben bieten die Aktien des Konzerns eine überaus stabile Dividenden-Historie. In den vergangenen 20 Jahren hat Lindt & Sprüngli die Ausschüttung beständig erhöht.

Die Analysten von Baader Helvea sehen die Firma weiterhin auf Wachstumskurs, zumal Lindt & Sprüngli als Hersteller von Premium-Schokolade in einer attraktiven Marktnische positioniert sei.

Dieser positiven Einschätzung kann ich mich nur anschließen.

Daher befindet sich die Aktie von Lindt & Sprüngli auch schon seit einigen Jahren im Musterdepot Westeuropa des Börsendienstes „Das Beste aus 4 Welten“, an dem ich als einer von 4 Analysten beteiligt bin.

13. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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