Börse Wien: Die Weltmarktführer Rosenbauer und Semperit

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Gewinn-Messe Wien. Heute stelle ich Ihnen 2 österreichische Weltmarktführer vor, die es sich genauer anzuschauen lohnt. (Foto: VDB Photos / shutterstock.com)

Am heutigen Dienstag reise ich nach Wien, um dort die größte österreichische Anlegermesse, die Gewinn-Messe, zu besuchen.

Anlässlich meiner Reise nach Österreich möchte ich mich in den kommenden Tagen hier im „Schlussgong“ schwerpunktmäßig mit dem österreichischen Aktienmarkt und mit erfolgreichen Unternehmen aus der Alpenrepublik beschäftigen.

Der österreichische Leitindex ATX notierte im Juni 2007, also vor Ausbruch der Banken- und Schuldenkrise, bei rund 5.000 Punkten.

Wie sich die Schwäche des österreichischen Aktienmarkts erklärt

Heute, gut 8 Jahre später, notiert der ATX bei nicht einmal 2.400 Punkten und damit immer noch deutlich über 50% unterhalb der alten Rekordmarke.

Doch wie kommt das?

1. hat der österreichische Aktienmarkt einen sehr starken Bezug zu Osteuropa, was den Markt auch aktuell noch nach unten zieht (bis 2007 galt der Faktor Osteuropa dagegen als Wachstumstreiber).

Und 2. sind im ATX traditionell viele Banken und Finanzwerte vertreten, die die Entwicklung des ATX in den vergangenen Jahren sehr negativ beeinflusst haben.

Doch es gibt auch zahlreiche Unternehmen in Österreich, die sehr erfolgreich in einer Nische tätig und sogar Weltmarktführer sind. 2 von diesen Unternehmen möchte ich Ihnen jetzt vorstellen:

Rosenbauer: Weltmarktführer für Flughafen-Löschfahrzeuge

Rosenbauer ist ein international tätiger Partner der Feuerwehren auf der ganzen Welt.

Das Unternehmen entwickelt und produziert Fahrzeuge, Löschtechnik, Ausrüstung und sogenannte Telematik-Lösungen für Berufs-, Betriebs-, Werk- und freiwillige Feuerwehren sowie Anlagen für den betrieblichen Brandschutz.

Der börsennotierte Konzern besteht bereits in der 6. Generation und ist seit fast 150 Jahren in dieser Marktnische tätig.

Nach eigener Aussage sind Kundenorientierung, Innovationskraft und Zuverlässigkeit die besonderen Stärken des österreichischen Traditions-Unternehmens Rosenbauer.

Nachdem ich Ihnen die Firma kurz vorgestellt habe, kommen wir jetzt noch zu den jüngsten Zahlen:

Im 1. Halbjahr 2015 konnte Rosenbauer den erfolgreichen Wachstumskurs fortsetzen und den Umsatz um 14% auf 416,9 Mio. € steigern. Der operative Gewinn (EBIT) verbesserte sich um 10% auf 21,9 Mio. €.

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Zwar stiegen aufgrund der Aufwendungen für die Markteinführung neuer Produkte und des Auftritts auf der weltgrößten Branchenmesse die sonstigen Aufwendungen.

Dennoch konnte Rosenbauer beim operativen Gewinn dank höherer Ergebnisse in Nordamerika allerdings deutlich zulegen.

Neben den guten Zahlen bietet Rosenbauer auch eine gute Bilanz-Qualität. Die Eigenkapitalquote liegt bei im Branchenvergleich sehr soliden 30%.

Umsatz- und Gewinnentwicklung und die solide Bilanz sprechen für die Rosenbauer-Aktie (Kauf-Limit und Kursziel finden Sie in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“).

Semperit: Die weltweite Nr. 1 bei Untersuchungs-Handschuhen

Viele Unternehmen müssen sich für einen Weg entscheiden: Entweder hohe Investitionen für zukünftiges Wachstum oder aber attraktive Dividenden, um die Aktionäre glücklich zu machen.

Das österreichische Unternehmen Semperit schafft den Spagat: Rekord-Investitionen wurden in diesem Jahr mit einer Rekord-Dividende verknüpft.

Die Top-Bilanz von Semperit machte dies möglich. Die Dividendenrendite der Firma lag in diesem Jahr bei fast 14%.

Diese extrem hohe Dividendenrendite kam durch eine sehr üppige Sonderdividende zustande, die Semperit allerdings nicht jedes Jahr zahlt.

Aber: Auch die herkömmliche Dividende kann sich sehen lassen. So lag die Dividendenrendite auch in den vorherigen Jahren zwischen rund 2,5 und gut 3%.

Aktuell ist die Semperit-Aktie vergleichsweise günstig zu haben, da die Halbjahres-Zahlen den Markt leicht enttäuschten und die Aktie in der Folge an Wert verlor.

Da Semperit als Weltmarktführer im Bereich der Untersuchungs-Handschuhe und als einer der führenden Anbieter von Fördergurten gut aufgestellt ist, bieten solche Kursrücksetzer keinen Grund zur Sorge und stattdessen eher günstige Einstiegs-Gelegenheiten.

Auch im Fall Semperit finden Sie Kauf-Limit und Kursziel im „Depot-Optimierer“.

Ausblick

Morgen stelle ich Ihnen an dieser Stelle ein weiteres Traditions-Unternehmen aus Österreich ausführlich vor.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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