Börsen-Ausblick 2015

Es folgt kein Börsen-Ausblick 2015, wo der DAX 30 Index am Dienstag, dem 21.07.2015, steht. Und es folgt auch kein Börsen-Ausblick für den Stand des DAX 30 Index am 31.12. 2015.

Sie fragen sich vielleicht, was es mit dem Börsen-Ausblick für den 21.07.2015 auf sich hat?

Nichts! Es ist ein willkürliches Datum. Und doch: Ich wette, beim 21.07.2015  haben viele von Ihnen fragend die Stirn gerunzelt, bei dem „Börsen-Ausblick für den 31.12.2015“ jedoch nicht.

Kurse an Stichtagen haben keine Aussagekraft

Aber beide Termine haben dieselbe Aussagekraft für Ihre Anlageentscheidungen: Keine! Denn es geht nicht darum, wo der DAX 30 Index voraussichtlich zu einem willkürlichen Termin steht.

Vielleicht steht er Ende 2015 wieder bei rund 8.000 Punkten. Dann wäre er unter sein früheres Allzeithoch gefallen, das nach dem Jahr 2007 für etliche Jahre Bestand hatte. Aber vielleicht notiert er auch mit 12.000 Punkten oder deutlich höher.

Ein prognostizierter Schlusskurs des DAX 30 Index für Ende 2015 gibt Ihnen also so gut wie keine Information. (Ich bin von rund 12.000 Punkten überzeugt.)

Sowohl der Stand von 8.000 als auch der von 12.000 Punkten sagt nichts darüber aus, ob der DAX 30 Index zwischenzeitlich auf z.B. 6.000 Punkte gefallen oder auch bis auf 14.000 Punkte gestiegen ist.

Für den Börsen-Ausblick 2015 ist also nicht ein Stand zu einem willkürlichen Datum (und sei es der 31.12.) wichtig. Viel wichtiger ist, auf was Sie das ganze Jahr achten müssen.

Börsen-Ausblick 2015: Volatilität wird uns erhalten bleiben

Im fast abgelaufenen Jahr notierte der DAX 30 Index im Januar mit rund 9.800 Punkten. Das entspricht auch in etwa den Notierungen im Dezember.

Zwischenzeitlich fiel er auf 8.354 Punkte und verbuchte sein Jahres- und Allzeithoch mit 10.093 Punkten. Trotz des aufs Jahr gesehenen Nullsummenspiels hat es eine große Schwankungsbreite der Kurse (Volatilität) gegeben.

Mein Börsen-Ausblick 2015 zur Volatilität: Die Märkte starten mit Unsicherheiten (Schuldenpolitik, Russlandkrise, Eurokrise, lockere Geldpolitik, Strafzinsen etc.) ins neue Jahr. Charttechnisch stehen die Zeichen auf „Kaufen“.

Fundamental wird dieses Kaufsignal bestätigt.  Die Politik des billigen Geldes wird fortgeführt. Banken- und Wirtschaftskrise werden uns weiter begleiten. Ich rechne mit einer anhaltend hohen Volatilität.

Börsen-Ausblick 2015: Gold und Silber „unters Bett“

Die Staatsverschuldungen wichtiger Länder (z.B. USA und europäische Länder) ufern immer weiter aus. Die amerikanische Schuldenuhr explodiert. Kleinere Länder kämpfen weiter mit der Pleite. Dass Deutschland ohne neue Schulden auskommen will (es muss sich noch erweisen) ändert nichts daran, dass die Schulden exorbitant hoch sind.

Mein Ausblick 2015 zu Währungen: Die Staaten können ihre Schulden nicht zurückzahlen. Ich frage mich, ob das überhaupt geplant ist. Möglicherweise ist die Hyperinflation bereits eingeplant, auch wenn davon derzeit nichts zu sehen ist.

Ich empfehle deshalb, einen kleineren Teil des Vermögens in physischem Gold und Silber anzulegen. Dieses muss an sicherer Stelle „rund ums Haus“ deponiert werden. Dabei geht es nicht um Spekulation auf die Edelmetallpreise, sondern um eine reine Absicherung des Vermögens.

Entsprechend spielt es keine Rolle, ob der Goldpreis je Unze bei 1.200 USD, 2.000 USD oder auch 800 USD liegt. Hier gilt: Wenn Sie Gold und Silber nicht benötigen, spielt der Preis keine Rolle. Wenn Sie es im Krisenfall jedoch benötigen, hat es einen extrem hohen Wert. Da sind auch 10.000 USD je Unze denkbar.

Börsen-Ausblick 2015: Staatsanleihen meiden

Nach gesundem Menschenverstand müsste die Bonität der USA herabgestuft werden. Derzeit werden die USA wohl nur deshalb nicht herabgestuft, weil die Folgen dramatisch wären. Es käme zu einem Mega-Crash im Staatsanleihenmarkt.

Mein Börsen-Ausblick 2015 und meine Empfehlung zu Anleihen: Kein Geld in (US-) Staatsanleihen investieren.

Börsen-Ausblick 2015: Aktien sind Sachwerte

Vor dem Hintergrund ausufernder Schulden und möglicher Inflationen sollte ein Teil des Geldes in Sachwerte investiert werden. Z.B. in Gold und Silber, wie oben geschrieben. Aber auch Aktien sind Sachwerte. Ein neues Aktiendepot sollte jedoch nach und nach aufgebaut werden und nicht in einer Summe zu den aktuell recht hohen Kursen.

Mein Börsen-Ausblick 2015 zu Aktien: Solide Standardwerte gehören als Sicherheit und Renditebringer (Kursgewinne und Dividenden) ins Depot.

Börsen-Ausblick 2015: „Selbst ist die Frau“

… und selbst ist der Mann, das gilt natürlich ebenso. Schließlich haben wir Gleichberechtigung.

Der Umgang mit Geld ist zu wichtig, um ihn anderen zu überlassen. Vor allem dann, wenn diese ihre Inkompetenz wiederholt beweisen. Wer erfolgreich sein will, muss die eigenen Finanzen selbst planen und sich unabhängig informieren. Da ist kritisches Umgehen mit allen Informationen gefragt.

Leider glänzen da auch sogenannte Fachmedien nicht: So habe ich z.B. die aktuelle Zeitschrift €uro gelesen. Die unterzieht Derivate einem Eignungstest und schafft es tatsächlich, das beste Hebelprodukt, die bankenunabhängigen Optionen, garnicht zu erwähnen. Setzen – sechs, hätte man in der Schule dazu gesagt.

Mein Börsen-Ausblick 2015  zur Bankberatung: Folgen Sie nie unkritisch den Empfehlungen Ihrer Bank oder sogenannter Fachmedien. Nehmen Sie ihre Gelddinge in die eigene Hand.

Börsen-Ausblick 2015:

Call Optionen und Put Optionen ins Depot

Das Börsenjahr 2015 startet mit vielen Unwägbarkeiten. Die Volatilität wird uns erhalten bleiben. Wer sich im kommenden Jahr einseitig positioniert, also nur auf steigende oder nur auf fallende Märkte setzt, spielt „Alles oder nichts.“ Davon rate ich dringend ab.

Ein nach der jeweiligen Börsenlage feinjustiertes Verhältnis von Call-Optionen und Put-Optionen ist im Optionen-Profi seit fast 10 Jahren erfolgreich. Das feinjustierte Verhältnis von Call-Optionen und Put-Optionen ist es, was ich Ihnen für 2015 empfehle.

Zum guten Schluss wünsche ich Ihnen ein Weihnachtsfest, das Sie so genießen, wie Sie es sich wünschen: Im Kreise Ihrer Lieben, traditionell mit geschmücktem Weihnachtsbaum, „irgendwo“ im Schnee oder auch fernab in der Sonne, christlich geprägt oder einfach als schönes traditionelles Fest. Das Weihnachtsfest ist das Fest der Liebe und nicht das Fest des Konsums. Ich wünsche Ihnen eine wunderschöne Weihnacht

© Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

24. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.

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