Börsen steigen immer weiter und ignorieren die hohen Risiken

Was ich schon längere Zeit sage, sehen jetzt auch immer mehr Experten so:

Die Finanzmärkte ignorieren massiv die überall bestehenden Risiken.

So haben die Experten der Commerzbank nun eine Analyse zu dem Thema mit der Überschrift „Sediert“ versehen.

„Sediert“ – Das passt

Genau dieses Wort trifft es tatsächlich sehr gut, denn mir kommen die Investoren v. a. in der Euro-Zone tatsächlich schon seit längerer Zeit wie sediert vor.

Zwar fürchten sich viele Investoren noch immer vor einem Auseinanderbrechen der Euro-Zone, aber diese Furcht ist an den Märkten nicht erkennbar.

So klettern die Kurse immer weiter nach oben.

Als ganz aktueller Katalysator für die Börsen erweist sich zu Beginn der neuen Handelswoche das Wahlergebnis aus Frankreich.

Doch was feiern die Börsen? – Es kann doch nur sein, dass mit Emmanuel Macron ein Euro-Befürworter die Stichwahl erreicht hat.

Es bleibt aber dabei, dass die Franzosen in 2 Wochen auch noch die Rechtpopulistin Marine Le Pen wählen können, die sich als strikte Euro-Gegnerin im Wahlkampf positioniert hat.

Doch die Krisenherde sind ja nicht nur auf Europa beschränkt.

Laut Ansicht der Commerzbank-Experten drohen „weitere Risiken vom Protektionismus Trumps, der fragilen Lage im Nahen Osten und im südchinesischen Meer.

Die politische Unsicherheit ist so hoch wie seit Langem nicht mehr.“

Notenbanken stützen die Sorglosigkeit mit ihrer Politik

Doch die Analyse geht weiter, denn die Märkte sind eben wie sediert, weil die Notenbanken einfach immer neue Liquidität zur Verfügung stellen.

Genau das bietet eben das Potenzial auch weiter auf steigende Preise zu spekulieren. Doch hier stellen die Experten fest:

„Dieses Sedieren ist gefährlich. Es leistet dem Entstehen neuer, gefährlicher Blasen an den Finanz- und Immobilienmärkten Vorschub.

Schon heute sind Wohnimmobilien trotz signifikanter regionaler Unterschiede im bundesdeutschen Durchschnitt unseren Schätzungen zufolge um rund 10% überteuert – ohne dass sich ein Ende des Preisanstiegs abzeichnet.“

Daraus ergibt sich auch eine klare Forderung an die europäischen Währungshüter:

„Es wird Zeit, dass die EZB Verantwortung für die Finanzstabilität übernimmt und ihre viel zu lockere Geldpolitik rasch beendet.“

Ausblick und Maßnahmen

Dieser Appell wird wohl eher unerhört verpuffen und die Politik des lockeren Geldes wird sich einfach fortsetzen.

Deshalb ist es auch so wichtig, dass Sie sich weiter aktiv gegen die kommenden Krisen schützen.

Nur so werden Sie die auf jeden Fall kommende Krise auch wirklich ohne massive negative Folgen überstehen.

24. April 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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