Börsen stürzen immer weiter ab

Heute ist ein ganz besonderer Tag für den DAX: Heute sackt der DAX ins Minus auf 2 wichtigen Zeitebenen.

So ist der deutsche Leitindex jetzt ins Minus gerutscht im Vergleich zum Jahresstart 2015.

Gleichzeit hat der DAX auch auf Sicht der 12-Monats-Performance jetzt ins negative Terrain gedreht.

Noch vor wenigen Wochen war ein DAX-Niveau von 9.600 Punkten für viele Experten undenkbar – doch jetzt ist es da.

Vorhersehbare Stimmungswechsel an den Börsen

Die vergangenen Wochen haben ganz klar gezeigt: Die Stimmung an den internationalen Börsen hat gedreht; Immer mehr Investoren wechseln ins Lager der Bären und erwarten damit weiter sinkende Kurse.

Für mich kommt diese Entwicklung nicht überraschend. Derzeit erleben wir eine ganz logische Entwicklung: Nach der übertriebenen Euphorie im Frühjahr hat such jetzt diese Euphorie mächtig abgekühlt.

Der entscheidende Faktor dabei ist die Risiko-Einschätzung an den internationalen Börsen. Im Frühjahr spielten viele Risiken überhaupt keine Rolle.

Doch spätestens seitdem in China die Konjunktur-Aussichten nach unten deuten, hat sich das klar geändert: Jetzt rücken die Risiken wieder in den Fokus. Zudem ist die Zahl der Krisenherde auch wieder deutlich angestiegen.

Griechenland wird wohl bald wieder in den Fokus der Investoren rücken; Nachdem schon gestern Alexis Tsipras erneut als Ministerpräsident Griechenlands vereidigt worden ist, verschärft der linke Politiker zugleich den Ton gegenüber den Geldgebern.

Autowerte ziehen die Märkte nach unten

Wir stark die Kurs-Rückgänge bei einigen Aktien jetzt schon sind, zeigt der Blick auf die deutschen Autowerte:

Hier sorgt sicherlich der Volkswagen-Skandal für heftige Abschläge. Doch damit beschleunigt sich nur der ohnehin schon schwache Trend.

Seit dem Jahreshoch haben eben nicht nur Volkswagen, sondern auch die Konkurrenz von BMW und Daimler deutlich an Wert verloren.

Volkswagen schießt aber mit einem Verlust von knapp 60% den Vogel ab. BMW hat allerdings auch 35% und Daimler immerhin 31% eingebüßt.

Fazit

Mir war diese Schwäche schon längerer Zeit klar. Daher mache ich auch einen Bogen um Automobil-Aktien; Die sind viel zu konjunkturanfällig.

Gerade in Krisenzeiten gehören diese Aktien zu den großen Verlieren. Das zeigt sich auch jetzt wieder.

Noch locken hohe Dividenden bei Aktien wie Volkswagen oder Daimler. Doch ich bin mir sicher, dass hier massive Kürzungen kommen werden, wenn erst die Umsätze in den wichtigen Märkten wie den USA oder v. a. auch in China deutlich zurückgehen.

Das Risiko für weitere Kurs-Korrekturen bleibt hoch.

22. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.

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