Börsenerfolg dank der Göttin des Sieges

Sport ist angesagt wie nie. Und auch beim Sport kommt es immer mehr darauf an, was man anhat.

V. a. die junge Zielgruppe gibt sich auch im Fitnessstudio oder im Park modebewusst.

Das Logo mit dem „Swoosh“ ist seit Jahren Inbegriff für Fitness und Wohlbefinden.

Nike ist eine der beliebtesten Marken für Freizeitsportler und in zahlreichen Sportarten präsent.

Und es ist das größte Sportartikel-Unternehmen der Welt. Die Marktkapitalisierung ist 5-mal so hoch wie beim schärfsten Konkurrenten adidas.

Die Gesellschaft lässt ihre Produkte – darunter zunehmend Bekleidung, Artikel und Zubehör für Sport und Freizeit – von vielen 100 Vertragspartnern in Billiglohnländern herstellen.

Die Firma wurde 1962 gegründet und 1972 nach der griechischen Göttin des Sieges benannt.

Höhere Preise – mehr Gewinn

Im 4. Quartal steigerte Nike den Gewinn um 24% auf 865 Mio. $. Der Umsatz kletterte um 5% auf 7,78 Mrd. $.

Am stärksten legten die Einnahmen in China und Nordamerika zu, wo Nike Umsatzanstiege um 18 und 13% verbuchte. In Europa schrumpften die Umsätze um 3%.

Mit der Hausmarke Nike setzte der Konzern 5% mehr um; das Label Converse schaffte ein Plus von 6%.

Der starke Dollar, der die Auslands-Umsätze bei Umrechnung in die US-Währung schmälerte, belastete die Ergebnisse jedoch weiterhin etwas. Ohne den Einfluss des Wechselkurses hätte der Umsatz um 13% zugenommen.

Nike profitierte besonders vom reißenden Absatz von Basketballschuhen und übertraf das 8. Quartal in Folge die Gewinn-Erwartungen. V. a. für Schuhe der Marken Jordan, LeBron und Kobe griffen die Amerikaner tief in die Tasche.

Neben den teuren Modellen trieb auch das lukrative Geschäft in eigenen Nike-Läden und im Internet die Gewinne an.

Auch der Verkauf von Laufschuhen entwickelte sich positiv. Zudem konnte Nike seine Sportbekleidung zu höheren Preisen verkaufen.

Mehr als Dividendenrendite

Im gesamten Geschäftsjahr baute Nike den Gewinn um 22% auf 3,27 Mrd. $ aus. Der Umsatz wuchs um 10% auf 30,6 Mrd. $.

Damit ist Nike mittlerweile fast doppelt so groß wie der deutsche Rivale adidas. Nikes Mitbegründer Phil Knight zieht sich aus dem Verwaltungsrat zurück.

Der Nachfolger steht bereits fest: Vorstandschef Parker soll mehr Macht bekommen – damit würde der Wunschkandidat Knights nachrücken.

Auf Sicht von 6 bis 12 Monaten rechnen wir mit einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung. Die Dividendenrendite liegt zwar nur bei 0,9%, doch ist dies nicht das alleinig entscheidende Kriterium.

15. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und Strategisches Investieren.

Regelmäßig Informationen über Marktanalysen erhalten — kostenlos!
Profitieren Sie von unserem kostenlosen Informations-Angebot und erhalten Sie regelmäßig die neusten Informationen von Volker Gelfarth. Über 344.000 Leser können nicht irren.

10 Dividendenaktien, deren Dividende IMMER steigt