Börsenjahr 2018: Nahezu überall rote Vorzeichen

Wirecard RED – obs Wirecard AG Paul Blind

Schauen Sie sich hier einen Überblick über die Renditen verschiedenster Anlageklassen im schwierigen Börsenjahr 2018 an. (Foto: obs/Wirecard AG/Paul Blind)

Beim Blick auf Ihren Jahresdepotauszug können Sie das sicherlich bestätigen: Das vergangene Börsenjahr war ein sehr schwieriges Börsenjahr. Es war eines der schlechtesten Jahre der deutschen Aktienmarkthistorie und das schlechteste Anlagejahr weltweit seit 1901 (rund 90% aller Anlagemärkte im Minus).

Dass es nicht nur in einigen Bereichen rote Vorzeichen gab, sondern auf breiter Front, belegt die Performanceaufstellung verschiedener Anlageklassen, die ich heute für Sie hier im Schlussgong zusammengestellt habe.

Aktienmärkte fast überall deutlich im Minus

Der deutsche Leitindex DAX beendete das Börsenjahr 2018 mit einem Ergebnis von -18,26%. Beim nächst kleineren Index, dem MDax, belief sich das Ergebnis zum Jahresende auf

-17,61%. Beim Nebenwerteindex SDax lag das Minus bei glatt 20% und beim deutschen Technologieindex TecDax bei 3,12%.

Trotz des Einbruchs im 4. Quartal haben sich die Technologiewerte hierzulande noch am besten aus der Affäre gezogen. Das liegt zu einem guten Teil auch an der Aktie des Zahlungsabwicklers Wirecard (das Schwergewicht im TecDax), die im Jahresverlauf zeitweise dreistellig im Plus lag, dann wieder recht deutlich nachgab, das Jahr aber immer noch mit einem deutlich zweistelligen Plus beenden konnte.

Den deutschen Aktienmarkt hat es 2018 vergleichsweise heftig erwischt. Aber auch in unseren Nachbarländern Österreich und der Schweiz standen per Jahresultimo rote Vorzeichen zu Buche. Der Schweizer SMI kam auf -10,15% und der österreichische Leitindex ATX auf -19,72%.

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In Japan kam der Nikkei225 auf ein Ergebnis von -12,08% und der europäische Leitindex Eurostoxx50 kam auf ein Minus von 14,34%. Der Dow Jones büßte immerhin auch 5,63% ein und beim S&P500 waren es -6,24%. Der US-amerikanische Technologieindex Nasdaq100 büßte trotz des Einbruchs der Technologiewerte zum Jahresende nur 1,04% ein.

Damit entwickelten sich auch in den USA die Technologiewerte auf Jahressicht am besten. Es gab zwar auch Aktienmärkte, die in 2018 zulegen konnten, dabei handelt es sich aber um sehr exotische Märkte wie beispielsweise den jamaikanischen Aktienmarkt.

Auch bei Rohstoffen gab es Verluste auf breiter Front

Auch die meisten Rohstoffe kamen 2018 nicht ungeschoren davon. So gab beispielsweise der Ölpreis (WTI) im zurückliegenden Jahr um 24,48% nach. Der Ölpreis für die Nordseeöl-Sorte Brent verlor mit 21,94% nur unwesentlich weniger.

Zucker und Kaffee gaben jeweils um rund 20% nach, Heizöl und Aluminium um jeweils etwas mehr als 18%. Auch die beiden Edelmetalle Silber (-9,51%) und Gold (1,81%) verloren im zurückliegenden Jahr an Wert.

Für Sie als Autofahrer bemerkenswert: Trotz der deutlichen Verluste bei den Ölpreisen gab der Preis für einen Liter Super Benzin nur um 0,22% nach, der Preis für einen Liter Diesel Benzin legte sogar um 3,22% zu. Das lag hierzulande auch an dem historisch heißen Sommer, der zu Niedrigwasser in den Flüssen führte, was wiederum Lieferengpässe auslöste.

Zu den ganz wenigen größeren Gewinnern im Rohstoffsektor zählten 2018 Uran (mit +19,67%) und Palladium (+18,69%). Sie sehen: Es war schwer bis nahezu unmöglich, im sehr schwierigen und absolut außergewöhnlichen Börsenjahr 2018 Geld zu verdienen. Im laufenden Jahr wird es meines Erachtens leichter sein. Wie Sie in diesem Börsenjahr Geld verdienen können und wie nicht, erfahren Sie morgen.


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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.

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