Bossard mit Wachstum im 3. Quartal 2019

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Der Schweizer Verbindungstechnik-Spezialist Bossard konnte nach einem enttäuschenden 2. Quartal zuletzt eine Schippe drauflegen. (Foto: Hadrian / Shutterstock.com)

Im Börsenjahr 2019 sind zahlreiche Schweizer Aktien gut bis sehr gut gelaufen. Eine Schweizer Aktie, die zwar im laufenden Jahr gut gelaufen ist, aber dennoch deutlich unter den Höchstständen aus 2018 notiert, ist die des Verbindungstechnik-Spezialisten Bossard.

Die Bossard-Aktie liegt in Schweizer Franken (CHF) im laufenden Jahr rund 16% im Plus und notiert derzeit bei rund 163 CHF. Sie notierte im Januar des vergangenen Jahres aber auch schon einmal bei 250 CHF. Im laufenden Jahr zweistellig im Plus liegt das Papier, weil es zum Jahreswechsel nur bei knapp 140 CHF notierte.

Wo wird die Reise zukünftig hingehen bzw. wird die Bossard-Aktie nach der erfreulichen Entwicklung seit Juli dieses Jahres (+28%) weiter steigen? Das schauen wir uns nachher an. Zunächst ein paar Worte zum Geschäftsmodell von Bossard und ein Blick auf die jüngsten Zahlen, die erst kürzlich veröffentlicht wurden.

Das Geschäftsmodell von Bossard

Das Schweizer Unternehmen Bossard ist auf industrielle Verbindungstechnik spezialisiert. Dazu gehören der Handel mit Schrauben und Verbindungsteilen sowie zunehmend auch technische Beratung (Engineering) und automatische Lösungen für die effiziente, kostensparende Lagerbewirtschaftung. Die größten Kunden von Bossard sind Tesla und John Deere in den USA.

Die jüngsten Zahlen in der Übersicht

Der Schweizer Industriezulieferer Bossard ist im 3. Quartal 2019 wieder gewachsen. Nach einem sehr ansprechenden Startquartal war der Umsatz bei Bossard im 2. Quartal dieses Jahres rückläufig. Nun konnte also wieder eine Schippe draufgelegt werden.

Blicken wir auf die jüngsten Zahlen: Der Umsatz von Bossard legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,7% auf 218,5 Mio. Schweizer Franken (CHF) zu. Ohne negative Fremdwährungseffekte lag das Plus sogar bei 3,2% wie der Spezialist für Verbindungs- und Montagetechnik vor wenigen Tagen mitteilte.

Mit diesem Umsatz hat Bossard die Erwartungen der Analysten klar übertroffen, denn die Konsensschätzung lag bei nur 210,6 Mio. CHF. Obwohl sich das Wirtschaftsumfeld zusehends anspruchsvoller präsentiere, befinde man sich in Europa, der wichtigsten Region für das Unternehmen, weiter auf Wachstumskurs, so Bossard. Der Quartalsumsatz erreichte 127,1 Mio. CHF. Das bedeutet in Lokalwährungen ein Plus von 9,6%.

Gewachsen ist Bossard auch in Asien, wo die Verkäufe im 3. Quartal 37,6 Mio. CHF erreichten (+8,0% in Lokalwährungen). Die Auswirkungen des Handelsstreits zwischen den USA und China seien dennoch vermehrt spürbar, teilte das Bossard-Management mit.

Ausblick für das Gesamtjahr

Den Ausblick auf das Gesamtjahr 2019 bezeichnet Bossard als zurückhaltend. Dennoch hält das Unternehmen an den Prognosen vom vergangenen August fest. Es wird also ein Umsatz zwischen 860 und 880 Mio. CHF erwartet und eine EBIT-Marge im unteren Bereich der anvisierten Bandbreite von 10 bis 13%.

Wenn sich das Zahlenwerk weiter verbessert, sind auch noch höhere Kurse drin. Bis zum alten Hoch bei rund 250 CHF ist es jedoch noch ein weiter Weg. In konjunkturell guten Phasen ist das aber machbar.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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