Bossard: Schweizer Mittelständler mit guten Quartalszahlen

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Der Schweizer Verbindungstechnik-Spezialist Bossard legt gute Quartalszahlen vor und blickt vorsichtig optimistisch in die nähere Zukunft. (Foto: gopixa)

Das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2019 ist bereits vorbei, doch in diesen Tagen legen immer noch einige Unternehmen ihre Geschäftszahlen für das vergangene Geschäftsjahr vor. Ein mittelständisches Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum, das vor einigen Tagen bereits Zahlen für das 1. Quartal des laufenden Jahres vorgelegt hat, ist Bossard.

Das Schweizer Unternehmen Bossard ist auf industrielle Verbindungstechnik spezialisiert. Dazu gehören der Handel mit Schrauben und Verbindungsteilen sowie zunehmend auch technische Beratung (Engineering) und automatische Lösungen für die effiziente, kostensparende Lagerbewirtschaftung. Die größten Kunden von Bossard sind Tesla und John Deere in den USA.

Gute Zahlen für das 1. Quartal 2019

Schauen wir uns nun die Zahlen für die ersten 3 Monate des laufenden Jahres im Detail an: Bossard hat in den ersten 3 Monaten des laufenden Jahres beim Umsatz weiter zugelegt. Der Umsatz erhöhte sich um 5,4% auf 232,2 Mio. Schweizer Franken (CHF). Mit dem ausgewiesenen Umsatz hat Bossard die Schätzungen der Analysten, die bei durchschnittlich 230,2 Mio. CHF lagen, übertroffen.

Trotz der deutlich anspruchsvolleren Rahmenbedingungen sei man damit gut ins neue Jahr gestartet, teilte das Unternehmen im Rahmen der Zahlenvorlage mit. Dies sei umso bemerkenswerter, als dass die Leistung in einem Umfeld von nachlassender Konjunkturdynamik zustande gekommen sei und die Vergleichsbasis aus dem Vorjahr bereits auf einem sehr hohen Niveau gelegen habe.

Regional gesehen lief es in den ersten 3 Monaten dieses Jahres vor allem in Europa und in Asien rund für Bossard. Hier legte der Umsatz um 7% bzw. um knapp 18% zu.

Vorsichtiger Optimismus für den weiteren Jahresverlauf

Für den weiteren Geschäftsverlauf ist das Bossard-Management vorsichtig optimistisch. Im Gesamtjahr 2019 wird nach wie vor ein Umsatz von 900 bis 920 CHF (nach 870 Mio. CHF im Vorjahr) erwartet. Mit den Verkäufen aus dem Auftaktquartal sieht sich das Unternehmen diesbezüglich auf Kurs.

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Darüber hinaus heißt es im Ausblick des Unternehmens, dass man gut positioniert sei und weiteres Wachstum anstrebe. Allerdings heißt es dort auch, dass man sich bewusst sei, dass die Konjunktur, insbesondere in den europäischen Märkten, seit dem 2. Halbjahr 2018 an Dynamik verloren habe.

Allerdings bin ich nach wie vor der Überzeugung, dass wir demnächst einen Handelsdeal zwischen den USA und China sehen werden und dass es schlussendlich nicht zu einem harten Brexit kommen wird.

Sollte es tatsächlich so kommen, birgt das Potenzial für positive Überraschungen hinsichtlich der Konjunktur und damit auch für positive Überraschungen bei den Geschäftszahlen von Bossard und anderen exportorientierten Mittelständlern.

Ebenfalls positiv: Vor wenigen Tagen hat Bossard mitgeteilt, sich mit 30% an dem 3-D-Druck-Dienstleister Ecoparts beteiligt zu haben. Damit stärkt das Unternehmen die eigene Position im Wachstumsmarkt 3-D-Druck.

Unter dem Strich traue ich der Bossard-Aktie mittelfristig zu, die alten Höchststände jenseits der 200-CHF-Marke wieder anzugreifen.


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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.