Bossard: Solide Zahlen für das 3. Quartal

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Der Schweizer Verbindungstechnik-Spezialist und Tesla-Zulieferer Bossard hat solide Zahlen für das 3. Quartal 2020 vorgelegt. (Foto: Freedomz / shutterstock.com)

In diesen Tagen nimmt die aktuelle Berichtssaison so richtig Fahrt auf. Immer mehr Unternehmen legen ihre Zahlen für das 3. Quartal des laufenden Jahres vor. So auch der Schweizer Verbindungstechnik-Spezialist und Tesla-Zulieferer Bossard.

Bossard ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, das Schrauben und andere Verbindungselemente aller Art beschafft und vertreibt. Das Produktsortiment des Unternehmens umfasst über 1 Mio. Artikel. Darüber hinaus bietet Bossard Industriekunden technische Beratung und komplette Warenbewirtschaftungs- und Logistiklösungen an.

In den drei Wirtschaftsregionen Europa, Amerika und Asien/Pazifik zählen die Schweizer nach eigenen Angaben zu den marktführenden Unternehmen ihrer Branche.

Weitere Erholung im 3. Quartal

Das Unternehmen hat sich operativ im 3. Quartal weiter erholt. Wie bei vielen anderen Unternehmen auch, fiel der Umsatz in den Monaten Juli bis September deutlich besser aus als im Quartal zuvor, das von den Corona-bedingten Einschränkungen geprägt war.

Während im 2. Quartal dieses Jahres der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch um 18% sank, betrug das Minus im 3. Quartal (im Vergleich zum Vorjahr) nur noch 8,2%. Ohne negative Währungseffekte wären es 5,6% gewesen.

Mit gut 200 Mio. Schweizer Franken (CHF) lag der Umsatz im 3. Quartal zudem im Bereich der Analystenschätzungen. Während der Umsatz in Europa besonders stark rückläufig war, lief es in der Region Asien besonders gut. Das war zu erwarten, da man dort schon sehr früh die Corona-Pandemie in den Griff bekommen hatte.

Prognose für das Gesamtjahr

Neben den Eckdaten für das 3. Quartal hat das Unternehmen nun auch eine Prognose für das Gesamtjahr veröffentlicht. Zuvor hatte Bossard wegen der Corona-bedingten Unsicherheiten darauf verzichtet.

Die nun veröffentlichte Prognose sieht wie folgt aus: Unternehmens-Chef Daniel Bossard rechnet für das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatz zwischen 780 und 800 Mio. CHF. Das würde einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 9 bis 11% bedeuten.

An der für die Verbindungstechnikbranche überdurchschnittlichen Zielmarge von 10 bis 13% hatte das Unternehmen selbst während des Lockdowns festgehalten. Mit einer Gewinnmarge von 10,3% im 1. Halbjahr hat Bossard dieses Ziel trotz der Einschränkungen auch erreicht.

Meine Einschätzung zur Bossard-Aktie: Gemessen an den Gewinnschätzungen für 2020 ist die Bossard-Aktie aus meiner Sicht aktuell fair bewertet. Steigen Umsatz und Gewinn im nächsten Jahr, sollten auch höhere Kurse folgen. Geduldige Anleger können sich dafür schon jetzt in Stellung bringen.

Beachten Sie: Aufgrund des andauernden Steuerstreits zwischen der Schweiz und der EU können Sie die Bossard-Aktie (und alle anderen Aktien aus der Schweiz) zur Zeit nur über die Schweizer Börse SIX kaufen. Das kann bei einigen Depotbanken höhere Gebühren verursachen. Informieren Sie sich daher vor einem eventuellen Kauf der Aktie, wie hoch die Gebühren bei Ihrer Depotbank sind. Sind die Kosten zu hoch, warten Sie einfach, bis der Steuerstreit geklärt ist.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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