„Brexit“-Turbulenzen eröffnen Ihnen hervorragende Einstiegschancen

Die „Brexit“-Abstimmung vom vergangenen Freitag wirkt auch in dieser Woche noch nach.

Die Folge sind hohe Kursausschläge, die Sie sich als Anleger zunutze machen können. Teils übertriebene Kursabschläge eröffnen Ihnen hervorragende Einstiegs-Chancen bei aussichtsreichen Aktien.

„Brexit“-Turbulenzen eröffnen Ihnen gute Kaufgelegenheiten

In der vergangenen Woche hatte ich Ihnen geschrieben, dass ich ein Anhänger von Trendfolge-Strategien bin

Ein Erfolgsprinzip der Trendfolge ist es, sich nicht gegen den Markt zu stellen, sondern stets in Richtung des vorherrschenden Trends zu handeln.

Die jüngste DAX-Entwicklung mit einem Verlust von über 1.100 Punkten innerhalb von nur 2 Handelstagen lässt nur einen Schluss zu: Der kurzfristige Trend zeigt – zumindest beim deutschen Leitindex – klar nach unten.

Das heißt jedoch nicht, dass Sie sich deshalb komplett aus dem Aktienmarkt verabschieden sollten.

Vielmehr eröffnen solche kurzfristigen Marktturbulenzen gute Gelegenheiten, um bei aussichtsreichen Aktien zu günstigen Kursen zuzugreifen.

Dabei sollten Sie sich auf Papiere konzentrieren, die auch in dieser hektischen Marktphase nach wie vor einen stabilen Aufwärtstrend aufweisen können.

Deutsche Anleger haben wieder einmal übertrieben

Ich sehe den jüngsten Kursrutsch auch deshalb als Einstiegs-Chance, weil die deutschen Anleger für meine Begriffe – wieder einmal – deutlich überreagiert haben.

So ist der DAX, nachdem das Ergebnis des Referendums feststand, am Freitag um 6,8% abgerutscht.

Der britische Leitindex, der FTSE 100, verlor am gleichen Tag gerade einmal 3,1%. Aktuell notiert der FTSE 100 nur knapp 2% unter dem Höchststand der Vorwoche, der DAX hingegen mehr als 7%.

Für mich ist die Reaktion der deutschen Anleger nicht nachvollziehbar. Der „Brexit“ ist keine Katastrophe und geschieht auch nicht von heute auf morgen.

Dieser Prozess wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Neue Handels-Abkommen werden ausgehandelt und die bisherigen EU-Re­gelungen ersetzen.

Bis die Handels-Beziehungen neu geregelt sind, wird dies in der briti­schen Wirt­schaft si­cherlich Bremsspuren hinterlassen.

Größter Verlierer ist somit die britische Wirtschaft selbst, allen voran die Finanz-Industrie. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind jedoch gering.

Die Perspektiven für die Aktienmärkte bleiben gut

Deshalb rechne ich auch nicht mit dauerhaften Folgen für die Aktienmärkte.

Nachdem die letzten Umfragen einen Verbleib Großbritanniens in der EU erwarten ließen, war das negative Votum für die Anleger natürlich ein Schock, der erst einmal verdaut werden muss.

Kurzfristig muss man daher weiterhin hohe Kursausschläge einkalkulieren. Auf mittlere Sicht sehe ich jedoch unverändert gute Chancen für steigende Aktienkurse –  allein schon deshalb, weil es zu Aktien einfach keine ernsthafte Alternative gibt.

So ist die Umlaufrendite, die durchschnittliche Verzinsung deutscher Bundesanleihen, am Montag mit -0,23% auf ein neues Rekordtief gefallen. Wenn Sie Ihr Geld in Bundesanleihen anlegen, bezahlen Sie Strafzinsen – Ihr Geld wird also weniger.

Sobald sich die Lage an den Börsen beruhigt hat, erwarte ich, dass ein Großteil des reichlich vorhandenen Ka­pitals in die Aktienmärkte fließen und die Kurse wieder antreiben wird.

Vor diesem Hintergrund wird sich die aktuelle Schwäche als Einstiegs-Chance für mutige Anleger erweisen.

29. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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