Buffett-Aktie mit Rabatt

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Die Aktie von Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire notiert aktuell unter dem Buchwert. Der Einstieg sollten sich lohnen. (Foto: Andriy Blokhin / Shutterstock.com)

Am 30. August, also in wenigen Tagen, feiert Warren Buffett seinen 90. Geburtstag. Seit mehr als einem halben Jahrhundert leitet die amerikanische Investorenlegende nun schon die Geschicke seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway. Mit überwältigendem Erfolg.

Wenngleich während der Corona-Krise vermehrt Kritik laut wurde, ist Buffett ein Vorbild – nicht nur für Value-Anleger. Die Berkshire-Aktie ist aktuell relativ günstig und bleibt für Sie, wenn Sie eher konservativ anlegen, ein interessantes Investment.

Buffett verkauft Airline-Aktien

“Sei gierig, wenn andere ängstlich sind!” So lautet eines der vielen weisen Zitate von Warren Buffett. Dennoch kaufte er, als während des Corona-Crashs im März die Panik um sich griff – nichts. Buffett blieb untätig, obwohl er auf einem riesigen Geldberg sitzt. Stattdessen verkaufte er sämtliche Anteile an Fluggesellschaften, die er im Portfolio hatte, und vergrößerte dadurch die Liquiditätsposition sogar noch.

Das brachte ihm ungewohnte Kritik ein. 2008 während der Finanzkrise hatte Buffett die Panikverkäufe genutzt, um seine Bestände aufzustocken. Jetzt war ihm die Lage offenbar zu unsicher. Doch eines machte Buffett auch diesmal genauso wie während der Finanzkrise: Er handelte anders als die breite Masse. Und genau das ist nun einmal seit vielen Jahrzehnten ein Hauptgrund für seinen gigantischen Erfolg.

Berkshire investiert in Barrick Gold

Untätig war Buffett jedoch nicht. Vergangene Woche meldete Berkshire Hathaway, welche Positionen sie in US-Wertpapieren zum Stichtag 30. Juni hielt. Institutionelle Anleger, die ein Vermögen von mehr als 100 Mio. Dollar verwalte,n müssen dies in den USA regelmäßig offenlegen.

Dem Bericht zufolge hat sich Berkshire nicht nur von seinen Airline-Aktien getrennt, sondern auch die Bestände an mehreren US-Banken deutlich zurückgefahren. Wells Fargo und JP Morgan machen demnach nur noch 3% bzw. 1% des Portfolios aus. Von Goldman Sachs und der Ölfirma Occidental Petroleum hat sich Buffett komplett getrennt. Dagegen wurde der Anteil an der Bank of America ausgebaut.

Neu eingestiegen ist Berkshire bei Barrick Gold, dem weltweit zweitgrößten Goldproduzenten. Allerdings handelt es sich dabei bislang nur um eine kleine Position von 0,3%. Keine Veränderungen gab es im zweiten Quartal bei den sechs größten Positionen, die zusammen fast 80% des Berkshire-Portfolios ausmachen. Der mit Abstand größte Wert bleibt Apple. Die Aktie des iPhone-Herstellers kommt allein auf einen Anteil von rund 44%.

Einstiegschance bei Berkshire?

Auch Warren Buffett liegt nicht immer richtig. Seine langfristigen Ergebnisse sprechen aber eine klare Sprache. Auf lange Sicht hat sich die Berkshire-Aktie fantastisch entwickelt. Nach einer längeren Konsolidierung könnte sich der Einstieg jetzt lohnen. Denn nach Berechnungen des Wirtschaftsdiensts Bloomberg notiert der Aktienkurs derzeit unter dem Buchwert, also dem Wert der Beteiligungen.

Auch charttechnisch hellt sich die Lage nach einer längeren Schwächephase wieder auf. Zuletzt hat sich der Kurs wieder über der 200-Tage-Linie, die den mittelfristigen Trend anzeigt, etabliert. Die Chancen für weitere Kurssteigerungen stehen gut. Für die eher konservativen Anleger unter Ihnen könnte sich ein Einstieg bei Berkshire Hathaway somit lohnen.

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Michael Kelnberger
Von: Michael Kelnberger. Über den Autor

Chefanalyst Michael Kelnberger ist der Experte für Aktien. Er setzt auf nachweislich erfolgreiche Anlage-Strategien: Die Trend-Strategie im Dienst Volltreffer Aktien und die mechanische Handlungsstrategie im Ranglisten Investor. So erzielt er für seine Leser beider Dienste stets überdurchschnittliche Renditen. Profitieren auch Sie von seinem Know-How.

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