Bumble: Aktie des Dating-Spezialisten mit fulminanten Börsenstart

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Dem Tinder-Rivalen Bumble gelingt ein fulminanter Börsengang: Die Anleger reißen sich förmlich um die Aktien des Dating-App-Spezialisten. (Foto: MaximP / shutterstock.com)

Nach der starken Kurserholung an den Aktienmärkten in den zurückliegenden Monaten gewinnt auch der Markt für Börsengänge zunehmend an Dynamik. Bei einigen Firmen reißen sich die Anleger förmlich um die Aktien der Börsenneulinge. So auch beim Tinder-Rivalen Bumble, der gerade den Sprung auf das Parkett gewagt hat.

Nachdem die Preisspanne während der Zeichnungsphase bereits von 28 bis 30 auf 37 bis 39 Dollar nach oben geschraubt und das Emissionsvolumen um 10,5 auf 45 Millionen Aktien aufgestockt wurde, konnten sich Anleger am ersten Handelstag über ein sattes Kursplus freuen. Der erste Kurs lag mit 76 Dollar direkt mehr als 70% über dem Ausgabepreis.

Tinder-Mitgründerin mischt bei Bumble mit

Während die Dating-App Tinder wohl den meisten inzwischen ein Begriff ist, dürfte Bumble eher weniger bekannt sein. Dabei gibt es durchaus Parallelen. So wurde die Bumble-App in 2014 von der heute 31-jährigen Whitney Wolfe Herd gestartet, die bereits den großen Konkurrenten Tinder mitgründete und nun als bislang jüngste Vorstandschefin ein größeres US-Unternehmen an die Börse führte. Mit dem russisch-britischen Tech-Unternehmer und Milliardär Andrey Andreev hat Bumble zudem einen weiteren bekannten Mitgründer an Bord.

Dating-App mit Fokus auf die Frau

Als Besonderheit von Bumble gilt, dass Frauen dort den ersten Schritt beim Dating machen. Dies soll einen eher respektvollen Umgang auf der Plattform gewährleisten. Neben der Suche nach einem romantischen Partner, kann Bumble auch für die Suche nach Freundinnen und Freunden (Bumble BFF) oder Geschäftskontakten (Bumble Bizz) genutzt werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, nach politischer Einstellung und ähnlichem zu filtern.

Der US-Konzern betreibt die beiden Dating-Apps Bumble und Badoo, die inzwischen auf knapp 42 Millionen monatlich aktive Nutzer kommen und vor allem auf die Altersrange der 18 bis 35-jährigen abzielen. Die App läuft in mehr als 150 Ländern. Allerdings befindet sich das Unternehmen noch in einem frühen Stadium der Monetarisierung. Unter dem Strich zahlen erst 2,4 Millionen Nutzer für das Angebot.

Seit 2019 gehört die Bumble Holding mehrheitlich dem Investor Blackstone, der auch nach dem Börsengang noch etwa 80% der Anteile halten wird.

„Nur“ 13% Umsatzwachstum in den ersten neun Monaten

Trotz der zunehmenden Beliebtheit nahm die Wachstumsdynamik im zurückliegenden Geschäftsjahr ab. Statt 22% Umsatzplus wie im Vorjahr, stand in 2020 in den ersten neun Monaten nur ein Zuwachs von 13% in den Büchern.  Insgesamt ging im Berichtszeitraum 416,6 Millionen Dollar an Umsatz durch die Bücher.

Am Ende blieb ein Nettoverlust von über 116 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 85 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum übrig. Das schlechtere Abschneiden führt der Konzern vor allem auf höhere Betriebskosten zurück.

Fazit: Mit Bumble kommt ein weiterer Dating-App-Anbieter auf den Markt. Jetzt wird sich zeigen, ob der US-Konzern mit seinem etwas anderen Vorgehen und dem Fokus auf Frauen punkten kann. Im Vergleich zu Tinder mit mehr als 6 Millionen zahlenden Nutzern ist das Unternehmen noch klein. Dass sich mit zunehmender Größe Online-Dating-Plattformen ausgesprochen profitabel betreiben lassen, hat die Erfolgsstory der Match Group allerdings eindrucksvoll demonstriert.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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