Bundesbank in Nöten: Ihr Geld steht im Feuer

Auch wenn Sie jeden Tag von den Regierungs-Politikern und Mainstream-Medien vollgesülzt werden, dass hierzulande alles in Ordnung ist – glauben Sie nicht alles!

Denn viel davon sind Fake News.

Bundesbank in Nöten

Wir haben Ihnen aufgezeigt, dass sogar die Bundesbank Probleme hat: Ihr Gewinn betrug 2016 lediglich 1,0 Mrd. €, während es 2015 noch 3,2 Mrd. € waren – der geringste Gewinn seit über 10 Jahren.

Insgesamt flossen in den Bundeshaushalt nur 400 Mio. €, obwohl Wolfgang Schäuble 2,5 Mrd. eingeplant hat.

Doch nicht nur das: Aufgrund ihres Anleihen-Kaufprogramms erwarb die EZB bis Ende Januar 2017 Wertpapiere für rund 1,62 Bio. €, und davon entfallen 25% auf die Bundesbank.

Das sind über 40 Mrd. €! – und die erwirtschaften größtenteils negative Zinsen.

Das alles betrifft auch Sie ganz konkret

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann erwartet erst 2019 eine EZB-Zinsstraffung. Bis frühestens dahin wird also Ihr Sparguthaben weiter mit Null- oder Negativ-Zinsen entwertet.

Hinzu kommt noch eine steigende Inflation – der Supergau für Ihr Vermögen.

Aber das erzählen Ihnen weder Bundeskanzlerin Angela Merkel noch ihr Konkurrent Martin Schulz, die sich beide längt im Wahlkampf-Modus befinden.

Ihr Geld steht im Feuer

Das Geldvermögen der Deutschen beträgt rund 5,7 Bio. €. Zum Vergleich: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) weist eine Höhe von 3,1 Bio. € aus.

Dieses Vermögen steht aus den voran genannten Gründen (Strafzinsen und steigende Inflation) natürlich auch im Feuer.

Euroraum-Sparweltmeister Deutschland

Die Deutschen sparen von allen Ländern im Euroraum am meisten; haben Sie das gewusst?

Die Sparquote beträgt fast 10% – und das trotz Mini-, Null – und jetzt teilweise sogar Negativ-Zinsen – unvorstellbar!

So liegen 70% des deutschen Geldvermögens immer noch auf Sparbüchern, Tagesgeld-Konten, Lebensversicherungen – oder im Sparstrumpf.

Das alles erwirtschaftet längst schon keine Renditen mehr; aufs Tagesgeld gibt es vielleicht noch 0,5% und auf Sparbücher 0,2%.

Die Hamburger Sparkasse, Deutschlands größte, führte vor Kurzem sogar Negativ-Zinsen für Firmen-Kunden ein.

Die schleichende Enteignung ist verheerend

So werden Sie also langsam und schleichend weiter enteignet.

Die Rechnung ist ganz einfach: Wenn Sie Zinsen von durchschnittlich 0% erhalten und die tatsächliche Inflation 2 – 3% beträgt, dann machen Sie richtig Miese, um es einmal salopp zu formulieren.

Denn damit sinkt die Kaufkraft des Bargelds genauso, wie das in Versicherungen angelegte Vermögen.

Deutschlandweit gesehen nimmt die Kaufkraft jährlich zwischen 80 und 120 Mrd. € ab. Umgerechnet auf den Einzelnen sind das zwischen 1.000 und 1.500 € im Jahr.

Gerade für einkommensschwache Privat-Haushalte ist dieser Verlust bestimmt kein Pappenstiel…

Die Vermögens-Enteignung ist viel größer als in der Öffentlichkeit bekannt

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat ausgerechnet, dass der reale Rückgang des Vermögens der Deutschen von 2003 – 2013 um 15% netto eingebüßt hat.

Das entspricht auf den Einzelnen umgerechnet 20.437 €.

Eine Studie der DZ Bank ergab, dass Sparer, die von 2010 – 2015 auf Geldwerte setzten insgesamt 112 Mrd. € verloren haben – unglaublich!

Und niemand geht deswegen auf die Straße…

2. März 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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