BVB legt Zahlen vor und bleibt im Titelrennen

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Borussia Dortmund gewann zuletzt 2 wichtige Spiele, legte Halbjahreszahlen vor und wird zukünftig 2 Trikotsponsoren haben. (Foto: ninopavisic / shutterstock.com)

Beim Fußball geht es in unserer heutigen, schnelllebigen Medienwelt ganz schnell: Gewinnt eine Mannschaft ein paar Spiele in Serie, ist die Welt in Ordnung, verliert sie ein paar Spiele in Serie, ist das Gegenteil der Fall.

Ähnlich ist es an der Börse. Vor wenigen Tagen erreichten wir beim DAX neue Rekordstände und nun, knapp 1.000 Punkte tiefer, haben einige schon wieder Angst vor dem Weltuntergang. So schnell kann es gehen. Sie sollten sich davon aber nicht verrückt machen lassen. Die Erde wird sich auch dieses Mal schlussendlich weiterdrehen!

Zurück zum Fußball: Der BVB hat in der vergangenen Woche eine interessante Meldung veröffentlicht und Zahlen vorgelegt. Darüber hinaus sorgte die Borussia aus Dortmund auch sportlich für Schlagzeilen.

In der Champions League konnte zuhause der Scheich-Klub Paris Saint Germain mit 2:1 geschlagen werden und in der Bundesliga gelang am Wochenende ein 2:0 Sieg gegen Werder Bremen. Damit gelang den Dortmundern die Revanche für das kürzliche Aus im DFB Pokal gegen die Bremer.

Damit bleibt der BVB ein Anwärter auf die Deutsche Meisterschaft und hat sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in der Champions League in Paris geschaffen. Soweit das Sportliche. Kommen wir nun zu der bereits angesprochenen interessanten Meldung.

BVB demnächst mit 2 Trikot-Sponsoren

Am vergangenen Donnerstag meldeten die Dortmunder, dass sie in der Saison 2020/2021 erstmals in der Geschichte des Klubs 2 Trikot-Sponsoren haben werden. Der bisherige Trikot-Sponsor, der Spezialchemiekonzern Evonik, wird zukünftig in internationalen Spielen auf der Brust der Dortmunder Spieler vertreten sein.

Darüber hinaus wirbt Evonik im DFB Pokal auf dem Dortmunder Trikot. Das Logo des Telekommunikations-Spezialisten 1&1 wird in den Bundesliga-Spielen das Trikot des BVB zieren. Durch die neue Struktur werden die Sponsoring-Erlöse ab der Saison 2020/2021 erhöht, so der Verein.

Evonik trennte sich darüber hinaus von 4,95% der BVB-Aktien. Evonik bleibt mit 9,83% der Aktien aber zunächst größter Anteilseigner von Borussia Dortmund.

Vorabzahlen für 1. Halbjahr 2019/2020

Kommen wir nun zu den frisch veröffentlichten Zahlen: Borussia Dortmund erwirtschaftete im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/2020 eine Bruttokonzerngesamtleistung in Höhe von 297,4 Mio. Euro. Die Unternehmenskennzahl Bruttokonzerngesamtleistung setzt sich aus der Summe der Umsatzerlöse und der realisierten Bruttotransferentgelte zusammen.

Der Umsatz stieg von 213,8 auf 236,6 Mio. Euro. Der Nettogewinn lag im abgelaufenen Halbjahr bei 3 Mio. Euro (nach zuvor 17,6 Mio. Euro). Der Gewinn vor Steuern (EBT) belief sich auf 4,5 Mio. Euro (nach zuvor 19,6 Mio. Euro)

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich etwas von 57,6 auf 54,7 Mio. Euro. Das Ergebnis aus Transfergeschäften setzt sich aus den realisierten Bruttotransferentgelten abzüglich der Restbuchwerte sowie entstandener Verkaufskosten zusammen und belief sich im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres auf 11,2 Mio. Euro (Vorjahr: 20,4 Mio. Euro).

Meine Einschätzung zur BVB-Aktie

Großaktionär Evonik hat nach dem jüngsten Kursanstieg einen Teil der BVB-Aktien verkauft und dabei kräftig Kasse gemacht. Das sollten Sie, sofern Sie an der BVB-Aktie interessiert sind, im Hinterkopf haben. Aus meiner Sicht gibt es bessere Aktien auf dem deutschen Kurszettel als die Aktie von Borussia Dortmund. Sportliche Erfolge waren, sind und bleiben unberechenbar.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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